Kartoffeltoastbrot

Wir essen sonntags am liebsten Brötchen, aber ab und zu muss es auch mal ein knuspriges Toast sein - als Beilage zu Rührei ist es sowieso unverzichtbar und Sandwiches ohne Toastbrot gehen auch gar nicht. Ich esse schon immer ausgesprochen gerne Toastbrot, also ist es langsam mal an der Zeit, eine kleine, aber feine Toastbrotabteilung im Kuriositätenladen einzurichten.
Vielleicht denkt Ihr jetzt, dass Toastbrot kein allzu ergiebiges Gebiet ist, denn Toastbrot ist halt Toastbrot, aber so einfach ist das nicht. Es gibt normales Toast-brot, Buttertoast, Dinkeltoastbrot, Vollkorntoast, Körnertoast, usw., usf. Ihr seht schon, dieses Thema hat eine Menge Potential!

Kartoffeltoastbrot

Den Anfang macht heute dieses Kartoffeltoastbrot. Kartoffeltoast nicht, weil dort gekochte Kartoffeln verarbeitet werden, sondern Pellkartoffelmehl, das ich mir kürzlich bei einem neu entdeckten Mühlen-Onlineshop bestellt habe. Die Zugabe dieses Mehles verleiht dem Brot einen sehr aromatischen Kartoffelgeschmack und sorgt außerdem dafür, dass es länger frisch bleibt. Selbst am zweiten Tag kann man es noch gut essen und am dritten Tag schmeckt es getoastet ebenfalls noch wunderbar.
Wie Ihr im Rezept seht, braucht man von dem Mehl nur eine sehr kleine Menge, eine Packung reicht daher recht lange und ich werde es als nächstes in normalem Brot und auch in Brötchen ausprobieren.

Kartoffeltoastbrot
Ihr wisst ja, dass ich eine kleine Perfektionistin mit einer ausgeprägten Vorliebe für Küchengeräte bin, deshalb habe ich mir außerdem noch zwei Toastbrotformen angeschafft, eine längliche aus aluminiertem Stahlblech*, die man nochmal in der Mitte unterteilen kann und eine aus Blauglanzstahl. Mein eindeutiger Favorit ist die aus Blauglanzstahl, weil sie nicht nur die schönere Scheibengröße liefert (die andere Form bringt nur Scheiben im Querformat hervor, während diese Scheiben schön quadratisch und auch größer sind), sie ist auch, wenn sie einmal eingebrannt ist, unkaputtbar und ebenfalls für Sauerteig geeignet. 
Die Blauglanzstahlformen sehen zwar ein wenig selbstgeklöppelt aus, sie sind aber qualitativ großartig. Ich hab mir deshalb gerade noch eine zweite bestellt, damit ich immer gleich zwei Brote gleichzeitig backen kann. Eins zum Sofortverzehr und eins für den Gefrierschrank.
Die längliche Form werde ich zukünftig eher für Vollkornbrot verwenden, wenn ich da die passenden Rezepte ausgetüftelt habe, stelle ich Euch die natürlich auch vor.
Tipp
Wenn Ihr keine Toastbrotform mit Deckel habe, könnt Ihr auch eine normale Brotbackform verwenden, auf die Ihr ein Backblech legt.
Kartoffeltoastbrot
Zutaten
500 g Mehl, Type 550
½ TL Backmalz*
21 g Salz
½-1 Würfel Frischhefe (je nachdem, wieviel Zeit man hat)
20 g Honig
330 g kaltes Wasser
30 g weiche Butter

Zubereitung
Beide Mehlsorten mit dem Backmalz in eine Schüssel geben und gut verrühren. Eine Mulde hineindrücken, die Frischhefe zerbröseln und zusammen mit dem Honig in die Mulde geben. Die Mulde mit kaltem Wasser auffüllen und eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf. 
Butter und Salz zufügen und 5 Minuten auf niedriger Stufe mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten.
Abgedeckt so lange gehen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat, dann den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und in 3 gleich schwere Teigstücke teilen. Jedes Teigstück rund wirken und mit dem Schluss nach unten, hintereinander in die Toastbrotform legen.
Die Teigoberfläche leicht befeuchten (am besten etwas besprühen) und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen, bis der Teig ca. 2 cm unter dem Rand steht. Die Backform schließen und das Brot im auf 220°C vorgeheizten Backofen für insgesamt ca. 35-40 Minuten backen. Nach 25 Minuten den Deckel öffnen und das Brot offen zu Ende backen. Das fertige Brot aus der Form nehmen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. 
*Affiliatelink, Rezeptquelle: www.brotkruemel.com (leicht abgewandelt)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,

Ein klares Wow von mir. Das sieht so toll aus, ein bisschen neidisch bin in schon. Aber ich glaube das werde ich erst nacharbeiten wenn ich in Rente bin.
LG

Steffi

teamworkart hat gesagt…

Hallo Steph,

wie immer perfekt! :-)

Auf die Idee mit dem Deckel bin ich noch nie gekommen. Wenn man beim Bäcker ein Weißbrot kauft ist das auch nicht quadratisch... Aber das ist natürlich viiiel schöner so!

Wird der Deckel beim Backen nicht hoch gedrückt? Und warum teilst du denn den Teig in 3 Teile?

Einen schönen Sonntag und
LG Sabine

Steph hat gesagt…

Steffi, warum das denn, das geht doch ganz fix und unkompliziert :o)

Steph hat gesagt…

Sabine, es kommt ja drauf an, ob man ein Toastbrot oder ein Weißbrot kauft. Weißbrote haben eine stark aufgebrochene Oberseite, während Toastbrot möglichst quadratisch sein sollte - beides sieht schick aus.

Zu Deinen Fragen:
Der Deckel wird hochgedrückt, wenn die Teigmenge nicht stimmt. In meine Formen passt die im Rezept angegebene Menge gerade so rein, dass das Toastbrot wunderbar eckig, der Deckel aber nicht hochgedrückt wird. Wenn zuviel Teig in der Form ist oder das Brot noch zu sehr geht, drückt der Deckel natürlich während des Backens hoch. Man kann dann entweder ein Gewicht drauflegen, mehrfach während der Anfangsphase den Deckel runterdrücken oder eben gleich beim nächsten Mal das Rezept anpassen.

Der Teig wird in drei Teile geteilt, damit das Brot gleichmäßiger aufgeht und es nicht zu diesem Hügel in der Mitte kommt. Indem man den Teig in 3-8 Teile teilt (manche setzen auch kleinere Portionen neben- und hintereinander, für meine Form genügen 3 Teiglinge), geht das Brot hinterher sehr gleichmäßig auf.

Ich hab am Ende des Beitrages die Quelle verlinkt, dort findest Du ein Video, in dem alles noch mal sehr ausführlich erläutert wird.

Wilde Henne hat gesagt…

Dein Brot sieht toll aus. Den Tipp mit den drei Teigteilen merk ich mir - man lernt nie aus.

Matthias hat gesagt…

Hey Steph,

was spricht hier gegen das klassische Kartoffelmehl?

LG aus Nürnberg,
Matthias

Steph hat gesagt…

Matthias,
mit Kartoffelmehl meinst Du Kartoffelstärke? Das sind zwei komplett unterschiedliche Produkte. Kartoffelstärke ist, wie der Name schon sagt, die extrahierte Stärke der Kartoffel und Pellkartoffelmehl ist die gesamte Kartoffel, nur pulverisiert.

 

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