Unter Wölfen ...

Ihr habt sicher auch ganz große Träume, die Ihr schon ein halbes Leben mit Euch rumtragt, von denen Ihr aber nicht wirklich glaubt, dass sie jemals in Erfüllung gehen, oder? Ich hatte so einen, bis Samstag, da isser nämlich doch wahr geworden. 

Mein Mitesser und ich fahren ab und zu sehr gern, nicht in den Zoo, aber in den Wildpark und zwar zum einen in den Wildpark Schwarze Berge direkt vor den Toren Hamburgs, besonders gern mögen wir aber den Wildpark Lüneburger Heide
Ein Grund, weshalb wir gerade diesen Park so gern mögen, sind unter Anderem Naaja, Noran und Nanuk, die drei weißen kanadischen Wölfe. 
Wölfe faszinieren mich schon mein ganzes Leben, ich konnte noch nie verstehen, warum gerade diese anmutigen und intelligenten Tiere zu solchen furchterregenden Bestien hochstilisiert werden und die große Panik ausbricht, wenn irgendwo in der norddeutschen Pampa ein einsamer Wolf gesichtet wird, den wahrscheinlich niemals ein Normalsterblicher zu Gesicht bekommt, weil er viel zu scheu ist.

Als wir vor einigen Wochen mal wieder einen Ausflug in den Wildpark Lüneburger Heide gemacht haben und irgendwann natürlich auch am Wolfsgehege landeten, glaubte ich im ersten Moment meinen Augen nicht zu trauen. Da war eine Besuchergruppe im Wolfsgehege und Naaja, Noran und Nanuk liefen fröhlich zwischen den Leuten hin und her, holten sich Leckerlies ab, sabberten alle der Reihe nach von oben bis unten ab und verschwanden dann wieder in den hinteren Gefilden des Geheges! Gibt's denn sowas? 
Natürlich waren die Besucher nicht allein dort, sondern in Begleitung, bzw. unter der Führung von Tanja Askani, der dortigen Wolfsexpertin, die einige von Euch vielleicht bereits aus dem Fernsehen kennen. 
Am liebsten hätte ich mich natürlich sofort unter diese Gruppe gemischt, aber das ging selbstverständlich nicht - die waren ja schon drin, im Gehege. Also war das erste, was ich gemacht hab, als wir wieder zuhause waren, Laptop hochfahren, Wildpark googlen und schauen, warum die da rein durften und ich nicht. 

Riesengroße Begeisterung war natürlich angesagt, als ich gesehen hab, dass Frau Askani diese Führungen tatsächlich regelmäßig durchführt und so war die Buchungsmail in Nullkommanix weggeschickt. 
Letzten Samstag war es nun soweit. Gegen Mittag haben wir uns, bestens vorbereitet, auf den Weg zu unserem großen Abenteuer gemacht.
Als Erstes gab es eine Einweisung mit einer ganzen Reihe Verhaltensregeln an die Hand - logisch, die drei sind schließlich keine Kuscheltiere, auch wenn sie so aussehen, dann wurden unsere Jackentaschen mit Leckerlies gefüllt und schließlich ging's in den Vorraum des Geheges und die Tür zum eigentlichen Wolfsgehege wurde geöffnet. 
Neugierig wie Wölfe sind, waren die drei sofort bei uns, haben alles, was nicht niet- und nagelfest war gründlich untersucht, abgeschlabbert und sich, zurückhaltend und bescheiden *hust... das ein oder andere Leckerli abgeholt.
Ganz wichtig bei diesen Führungen ist, dass alles, was geschieht komplett freiwillig passiert. Kein Wolf wird zu etwas gezwungen oder gedrängt, was er nicht will - andernfalls wären diese Führungen auch nicht möglich. Wenn die Wölfe Lust auf Menschenkontakt haben, kommen sie her, wenn nicht, dann nicht - so einfach ist das.
Wenn man sich vorstellt, dass Nanuk, der Chef des Rudels, sich in unsere unmittelbare Nähe gelegt und tiefenentspannt vor sich hingedöst hat - so ein Verhalten ist nur möglich, wenn die Tiere wirklich 100%iges Vertrauen haben und das haben sie eindeutig. 

Nachdem wir ca. 45 Minuten im Vorraum des Geheges saßen, Frau Askani mit Fragen löchern und ersten Kontakt zu den Wölfen aufnehmen konnten, ging es im zweiten Teil der Führung ins richtige Gehege, wo wir nochmal über eine Stunde mit den Wölfen verbrachten.

Im vorderen Teil des Geheges, direkt neben der Tür, ist für diesen Zweck der Boden mit Sprickel (keine Ahnung, wie man das auf Hochdeutsch nennt) ausgestreut. Wir haben es uns also erstmal gemütlich gemacht und den Wölfen wieder das Kommando überlassen, die uns erneut sehr gründlich von oben bis unten untersuchen mussten - irgendwo hätte ja noch ein Leckerli versteckt sein können ;o)
Das Wetter war glücklicherweise so gut, dass wir recht gemütlich auf dem Boden sitzen, viel Interessantes dazu lernen und dabei die Wölfe beobachten konnten. Ab und zu ist immer mal wieder einer der drei zu uns gekommen, hat uns abgeschnuppert, abgeschlabbert (da muss man durch, den Zungen entkommt niemand) und sich streicheln lassen. Noran hat sich irgendwann sogar auf meinen Schoß gesetzt - das muss man sich mal vorstellen, ich hatte nen ausgewachsenen Wolf aufm Schoß!
Naaja, die von Anfang an eine ausgeprägte Vorliebe für meinen Schal entwickelt hatte (Mädchen halt), bekam dann als Ersatz eine Knabberscheibe - nicht so spannend wie der Schal, aber viel leckerer.
Zum krönenden Abschluss hat Frau Askani dann noch Fotos von uns mit den Wölfen gemacht - das Zitat des Tages war hierbei sicher "und jetzt nochmal schön entspannt schauen". Leichter gesagt als getan, wenn drei Wölfe gleichzeitig versuchen, die Jackentaschen auszuräumen und sich partout nicht davon abbringen lassen wollen ;o)

Sicher ist die Haltung von Wildtieren in Zoos und Tierparks immer mit dem nötigen kritischen Blick zu bewerten, dessen ist sich auch Frau Askani sehr bewusst. Gerade bei Tieren wie dem Wolf, der in der Gesellschaft immer noch ein komplett falsches "Image" hat, finde ich es aber besonders wichtig, den Besuchern auf diese Weise zu vermitteln, dass es sich bei diesen Tieren nicht um die Bestien handelt, von denen in den Grimmschen Märchen und der Deppen- Bild-Zeitung immer wieder gerne die Rede ist. 
Für uns war dieser Tag auf jeden Fall einer der wunderschönsten Tage überhaupt und das mit Abstand genialste, was ich jemals erlebt habe. 

P.S.: Wundert Euch bitte nicht über die nicht so optimale Bildqualität, meine Kamera durfte ich natürlich nicht mit ins Gehege nehmen, die wäre zu interessant für die drei gewesen ;o) Also musste in unbeobachteten Momenten meine Schwatzbeere herhalten und die is erwiesenermaßen nicht so dolle wie meine Adele. Die Bilder der Fütterung sind die einzigen, die ich von außen geknipst hab, denn als die drei ihr Essen bekamen, waren wir natürlich nicht mehr drin ;O)

Und noch was vergessen ... Wenn Ihr jetzt Blut geleckt und gern noch mehr über die Wölfe und Frau Askani sehen würdet, dann schaut Euch unbedingt die Reportage Wolfskind Naaja und die wunderschönen Fotos von Frau Askani an. 


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So kann man den Inhalt dieses Beitrages wohl kurz und knapp zusammenfassen, wenn man will. Wie Ihr aber vielleicht schon gemerkt habt, hab ich einen ausgeprägten Hang zum schwafeln zu sehr detailreichen Formulierungen und daher kommt Ihr mir auch heute nicht so einfach davon ;O)

Heut ist nämlich ein besonderer Tag, denn genau heute vor 3 Jahren hab ich meinen ersten Blogbeitrag veröffentlicht. Zuerst wusste ich gar nicht wirklich, was ein Blog überhaupt ist, kann und in welche Richtung die Reise gehen sollte, daher auch der mittlerweile thematisch vielleicht nicht mehr ganz so passende Blogname "Kleiner Kuriositätenladen". 
Hätte ich gleich gewusst, dass aus meinem Blog irgendwann mal ein richtiger Food Blog werden würde, ich hätte zwei bis drei sehr viel passendere Namen in petto gehabt - aber es ist wie es ist und daher bleibt der KuLa auch in Zukunft der KuLa, auch wenn er nicht mehr ganz so klein ist wie am Anfang ;o)

Bloggen ist in diesen 3 Jahren zu einem ganz festen Bestandteil meines Lebens geworden, der kaum mehr wegzudenken ist. Dabei geht es gar nicht unbedingt nur um das Bloggen an sich, sondern es ist viel mehr auch der Antrieb und Grund abwechslungsreich zu kochen, immer wieder neue Rezepte auszuprobieren und nicht zuletzt einigermaßen ansehnliche Fotos zu knipsen, denn das ist mir mittlerweile fast so wichtig wie das Kochen selbst - die Fotografie ist zu meinem zweitliebsten Hobby geworden.

Da das Geschäftsjubiläum der "Geburtstag" im letzten Jahr ja ziemlich sang- und klanglos ins Wasser gefallen ist, hab ich mir gedacht, wird dieses Jahr umso größer gefeiert und dafür hab ich mir eine Kleinigkeit überlegt. Aber wie immer erstmal von vorn...
Als es mir im letzten Jahr und Anfang dieses Jahres so schlecht ging und ich hier im Blog meine Krebserkrankung öffentlich gemacht habe (was mir übrigens sehr geholfen hat, damit umzugehen - reden, resp. schreiben hilft wirklich, damit leben zu lernen), habe ich von vielen Seiten Beistand erfahren. Ich hab viele Mails und Kommentare bekommen, die mir immer wieder Mut gemacht haben und auch dadurch (mal abgesehen von der Unterstützung der mit Abstand besten Familie der Welt) hab ich immer wieder Kraft und Mut geschöpft, den ganzen Mist durchzustehen - vielen Dank dafür!

Als klitzekleines Dankeschön und weil ich wirklich die beste Leserschaft überhaupt habe, hab ich mir überlegt, möchte ich wenigstens ein paar meiner Leser eine kleine Freude machen und deshalb hab ich in den vergangenen Wochen einige Kleinigkeiten gebastelt, bzw. gekocht, gemischt, gerührt und gemörsert und würde die nun gern unter die Leute Leserschaft bringen. Auch auf die Gefahr hin, dass Blogverlosungen mittlerweile n büschen inflationär und abgedroschen sind, veranstalte ich nun also auch eine - davon abgesehen, ist mir auch keine andere Methode, meine kleinen Care-Pakete zu verteilen eingefallen und überhaupt hab ich diese Geschichte schließlich schon mindestens ein halbes Jahr im Kopf, so! ;O)

Also, nun mal Butter bei die Fische ... 
Ich hab insgesamt 5 Päckchen mit allerlei KuLa-Leckereien zusammengestellt (was genau drin ist, erfahrt Ihr aber erst, wenn ich die Gewinner der Verlosung bekannt gebe), die ich am nächsten Sonntag, den 04.12.2011 verlosen werde. Bis Samstag, den 03.12.2011 24.00 Uhr habt Ihr nun Zeit, unter diesem Beitrag einen Kommentar zu hinterlassen und somit im Lostopf zu landen. 
Nur son oller Kommentar is natürlich irgendwie langweilig, daher hab ich mir überlegt, dass Ihr mir bitte entweder schreibt,
  • was Euch besonders gut am KuLa gefällt
  • was ich in Zukunft noch verbessern könnte
  • welches Euer Lieblingsrezept ist oder 
  • welches Rezept komplett in die Hose gegangen ist
Selbstverständlich können auch anonyme Kommentatoren teilnehmen, dazu müsst Ihr mir dann bitte unmittelbar im Anschluss an den Kommentar eine Mail mit dem Namen, mit dem Ihr den Kommentar "unterzeichnet" habt und Eurem Realnamen an meine eMail-Adresse schicken, damit ich die Päckchen später auch wirklich an den richtigen Empfänger schicken kann und sich nicht 20 andere für Euch ausgeben. Bei allen, die einen eigenen Blog, mit Impressum, bzw. veröffentlichter eMail-Adresse haben, genügt natürlich der Kommentar allein.
Um mich nicht komplett zu verschulden ;o), kann ich den Gewinn leider ausschließlich innerhalb Deutschlands versenden. Das tut mir wirklich leid für meine internationale Leserschaft, aber der Inhalt der Päckchen selbst ist schon nicht ganz günstig und komplett selbst finanziert, da möchte ich die Portokosten gerne so gering wie möglich halten. Es gilt also, jeder, der eine deutsche Postanschrift hat, kann sehr gerne an der Verlosung teilnehmen.

Also, nun mal los, ich bin sehr auf Eure Anregungen und Kritik gespannt!

Sollten noch Fragen auftauchen, bitte wundert Euch nicht, wenn ich heute den Tag über nicht antworten kann - für mich geht heute nämlich ein ganz großer Traum in Erfüllung, denn ich hab ein "tierisches Rendezvous", auf das ich mich schon seit Wochen freue. Dazu aber in den nächsten Tagen mehr, vorausgesetzt, Naaja, Noran und Nanuk knabbern mich nicht an ;o)

P.S.: Kuchen gibt's nächste Woche, den muss ich morgen nämlich erst noch backen. Bis dahin nehmt Euch einfach noch nen leckeren Keks und trinkt dazu ein großes Glas kalte Milch, das schmeckt mindestens genauso gut ;o)


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Film ab!



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Augenblicke






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Sablés chocolat à la fleur de sel

Eigentlich ist es taktisch äußerst unklug, Euch diese Kekse bereits heute und nicht als krönenden Abschluss zum Ende meines bereits angekündigten Backmarathons vorzustellen, denn nach diesen schokoladigsten und leckersten aller Keksen kann es keine Steigerung mehr geben - absolut ganz und gar unmöglich, glaubts mir. 
Andererseits kann ich es aber auch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, Euch diese Köstlichkeit länger als nötig vorzuenthalten, also gibt's das Rezept gleich heute und bevor ich mal wieder ins schwafeln verfalle, sach ich es einfach mal ganz kurz und knapp: Besorgt Euch so schnell wie möglich (also am Besten noch gleich heute) die notwendigen Zutaten und dann nichts wie ab in die Küche - diese Kekse sind mit großem, nein, riesengroßem Abstand die leckersten Kekse, die ich je gegessen habe. 
Schokolade und Salz sind ja nicht erst seit diesen Keksen meine favorisierte Kombination, sondern schon in meiner Monstertorte Schoko-Karamell-Torte mit Fleur de Sel und dem Schoko-Espressokuchen zum Einsatz gekommen und haben besonders beim zweiten Kuchen ziemlich polarisiert - man muss diese Kombi also wirklich mögen. Aber wenn man einmal angefixt ist, dann gibt's kein Zurück mehr.

Den aufmerksamen und regelmäßigen Food-Blog-Lesern unter Euch wird sicher nicht entgangen sein, dass dieses Rezept selbstverständlich nicht aus meiner Feder stammt, sondern schon eine ausgiebige Runde durch die Bloggerszene gedreht hat.  
Angefangen hat alles bei I dolci di Pinella, die das Rezept wiederum bei Pierre Hermé gefunden hat. Durch Alex hat es dann glücklicherweise seinen Weg nach Deutschland gefunden und wurde hier quasi schon von Sylvia erwartet, die ihre Kekse noch mit einer Spur Lavendel gepimpt hat. Auch Petra, Alice und dani haben diese Kekse mittlerweile mit großer Begeisterung nachgebacken und nun endlich bin ich dran - spät, aber besser als nie! ;O)

Zutaten
175 g Mehl  
30 g Kakao (Valrhona)
5 g Natron
150 g weiche Butter 
120 g Rohrzucker
50 g Puderzucker
3-5 g Fleur de sel (bei mir 5 g)
Mark einer Vanilleschote
150 g sehr gute dunkle Kuvertüre (bei mir Valrhona Guanaja 70%)

Zubereitung
Die Kuvertüre mit der Vierkantreibe oder im Blender sehr fein reiben. Das Mehl mit dem Kakaopulver und Natron vermischen und mehrmals sieben, bis eine ganz feine Mischung entsteht. Die sehr weiche Butter mit dem Rohrzucker, Puderzucker, Vanillemark und der geriebenen Kuvertüre vermischen. 
Die Mehl-Kakaomischung dazugeben und alles vermengen. Nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich kneten, dann werden die Kekse besonders mürbe. Zum Schluss das Fleur de Sel dazugeben und unterkneten. 
Aus dem Teig eine Rolle von 4 cm Durchmesser formen und in Klarsichtfolie gewickelt, mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank kalt stellen. 
Vor der Weiterverarbeitung, die Teigrolle aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 15 Minuten Zimmertemperatur annehmen lassen, der Teig lässt sich dann besser schneiden und bricht nicht so leicht. 
In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C vorheizen und die Teigrolle in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit ausreichendem Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 8 Minuten backen. 
Kurz auf dem Backblech abkühlen lassen, dann sehr behutsam auf ein Kuchenrost legen und komplett auskühlen lassen. 
In einer gut verschließbaren Blechdose aufbewahren. 
Fremdkochen Kulinarische Geschenke


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Statt Blumen!

Als Blogger muss man sich zwangsläufig irgendwann mit den Themen Werbung, Linktausch und Produkttests auseinandersetzen, das lässt sich gar nicht vermeiden, da nahezu täglich angeblich u n w i d e r s t e h l i c h e Angebote rein schneien - da hilft auch ein kleiner, aber wie ich finde recht deutlich formulierter Hinweis im Impressum nix. 
Ich hab mich sehr früh gegen Werbung im KuLa entschieden. Ein Grund war unter Anderem, dass es mich selbst kolossal nervt, wenn man zwischen Fett-weg-Werbebannern und Bauch-Beine-Po-Tipps die wirklich wichtigen Dinge, nämlich die leckeren Schoko- und Pasta-Rezepte nicht sofort findet, außerdem habe ich gern die komplette Kontrolle über die Inhalte meines Blogs und das ist, soweit ich weiß, nicht gewährleistet, sobald Werbung von anderen Anbietern geschaltet wird.
Trotzdem bleibt die Frage, ob und wenn ja, wie man sich den Aufwand, den man mit dem Blog betreibt, vergüten lässt. Seit einiger Zeit gibt es sog. Mikrozahlsysteme, wie flattr und yourcent, mit deren Hilfe man den Bloggern, die die entsprechenden Buttons in ihren Blog eingebunden haben, einen kleinen Betrag für Ihre Mühen zukommen lassen kann. 
An und für sich eine wirklich interessante Geschichte, allein mich stört die Tatsache, dass man sich dort auch als Blogleser, der seine Lieblingsblogs auch finanziell unterstützen möchte, registrieren lassen muss - geht aber natürlich nicht anders, das is mir durchaus klar ;o)
Ich hab mich jetzt aber für eine andere Methode entschieden und folge damit dem Beispiel von Anke G. und Frau... äh... Mutti, die in ihren Blogs ebenfalls einen sogenannten Wunschzettel eingebunden haben. 
In der Sidebar findet Ihr also von nun an unter dem Punkt Statt Blumen! einen Link zu meinem Amazon-Wunschzettel, auf dem ich alles vermerke, was ich eigentlich ganz dringend brauche und ohne das ich mir mein Leben kaum noch vorstellen kann ;o) 

Sollte mir nun Jemand eine Freude machen wollen, besteht ab sofort die Möglichkeit, in der Liste zu stöbern und sich das passende Präsent rauszusuchen - alternativ kann aber auch ein Amazon-Gutschein gewählt werden, dort kann dann der Betrag selbst bestimmt werden.
Natürlich ist das alles komplett freiwillig und ich bin weder böse noch enttäuscht, wenn diese Liste nicht genutzt wird, zumal sie in erster Linie ne Stütze für mein nicht allzu gutes Gedächtnis ist ;o)


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Spitzkohl-Quiche

Einer meiner "guten Kochvorsätze" für die Zukunft ist es, öfter Kohl zu verarbeiten, denn obwohl ich Kohl wirklich gerne mag, landet er viel zu selten auf unseren Tellern - vom alljährlichen Grünkohlessen mal abgesehen ;o)
Kaum zu glauben, aber ich hab beispielsweise noch nie Kohlrouladen gegessen, zumindest kann ich mich nicht wirklich dran erinnern. Irgendwann im Kindergarten gab's die wohl mal und anscheinend hat mich das derart negativ beeindruckt, dass ich seitdem steif und fest behaupte, keine Kohlrouladen zu mögen. Aber auch das soll sich diese Saison ändern, ich hab nämlich schon ein schönes Rezept im Visier...

Das erste Kohlgericht in diesem Jahr war diese Quiche, die ich eigentlich noch beim letzten Fremdkochen einreichen wollte, dann aber doch nicht mehr geschafft hab - egal, gibt's die halt jetzt. 
Ich hatte Kohl, wunderschönen Speck und ich wollte eine Tarte backen, also kurz die Suchmaschine angeworfen und schon hatte ich gefunden was ich gesucht hab - die Pointed Cappage Quiche von Chriesi.

Da ich mir vor einiger Zeit zwei kleine Quicheformen zugelegt hab, musste ich das Rezept natürlich entsprechend anpassen und hochrechnen, Chriesis Quiches waren ja doch n ganzes Eck kleiner. Ihr bekommt aber die Mengenangaben für eine handelsübliche Quicheform, also eine Tarteform mit hohem Rand. Falls Ihr keine solche Form habt, nehmt einfach eine Springform oder etwas weniger Füllung und Guss, dann passt der Belag auch in eine Tarteform. 
Die kleinen Quicheformen hab ich mir zugelegt, weil eine ganze Quiche für uns beide natürlich zuviel ist und immer etwas übrig bleibt. Normalerweise essen wir die Reste dann am nächsten Tag oder frieren sie ein, nun bereite ich aber gleich zwei kleine Quiches zu und friere dann eine komplette Quiche ein. Wenn die aufgetaut und dann nochmal im Backofen aufgebacken wird, schmeckt sie tatsächlich genauso gut wie frisch gebacken und im Nu ist eine tolle Mahlzeit auf den Tisch gezaubert.

Auf der Collage oben seht Ihr, dass das Geheimnis meiner gleichmäßigen Tarte- und Quicheböden wirklich ausschließlich die Formen sind. 
Ist die Form einmal mit dem Teig ausgelegt, macht sich der Rest quasi von selbst, einfach den Rand abknipsen und fertig ist der Boden. Wenn man ihn dann noch blindbackt, kann da gar nix mehr schief gehen.
 
Zutaten 

Mürbeteig
250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag 
400 g Spitzkohl 
2 Stangen Lauch 
200 g durchwachsener Speck 
4 Eier 
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Muskat
200 g Deichkäse gold (alternativ ein kräftiger Gruyére oder ein anderer Bergkäse) 

Zubereitung 

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.

In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.  Aus dem Backofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Belag 
Den Spitzkohl halbieren, gründlich waschen und in feine Streifen schneiden - den Strunk dabei entfernen. Den Lauch längs einschneiden und unter fließendem Wasser gründlich waschen, ebenfalls in feine Streifen schneiden. 
Die Schwarte vom Speck entfernen (beiseite legen) und den Speck erst in Scheiben, dann in Streifen schneiden.
Die Schwarte in der heißen Pfanne auslassen, dann den Speck dazu geben und einige Minuten anschwitzen - er soll nicht zu kräftig angebraten werden, da er sonst hart wird. Den Lauch und den Spitzkohl dazugeben, alles miteinander verrühren und bei mittlerer Hitze weitere 5-10 Minuten anschwitzen. Die Schwarte entfernen, die Kohl-Mischung mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und beiseite stellen. 
Die Eier und die Crème fraîche in einem Becher miteinander verquirlen und ebenfalls mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. 
Die Füllung auf dem Tarteboden verteilen, den Eierguss darüber geben und mit dem geriebenen Käse bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis der Eierguss gestockt und die Quiche goldbraun überbacken ist.



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Fremdkochen Kulinarische Geschenke In der Hüttenhilfe läuft das aktuelle Fremdkochen "Kulinarische Geschenke" auf Hochtouren und in den Food Blogs und selbstverständlich auch den Küchen landauf landab werden so langsam die Backöfen vorgeheizt und Kekse gebacken, Pralinen gerollt, Gewürzmischungen zusammengestellt, Liköre, aromatisierte Öle und Essig angesetzt, usw. usf. - Weihnachten steht schließlich schon so gut wie vor der Tür ;o)
Der Geschmack der selbstgemachten Geschenke ist natürlich eine Sache, n büschen schick aussehen sollte die Verpackung aber auch, oder? Sonst macht das Geschenk ja nur halb so viel her. 
Natürlich kann man Schachteln, Tütchen und Etiketten für viel Geld kaufen, man kann sie aber mit ein ganz klein wenig Geschick auch selbst machen und genau darum geht's heute. 
Ich selbst bin auch grad dabei, schöne Etiketten und Verpackungen für Piiieeeep - das wird noch nicht verraten - zu basteln, beschriften, usw. und wie schon vorgestern bei der Keks-Rezeptsammlung (zu der Ihr übrigens sehr gern noch reichlich Rezepte zufügen könnt - ich mach mir derweil mal Gedanken, wie ich diese Liste für den schnellen Zugriff irgendwo hier im Blog verlinke), dachte ich mir, diese Links sind vielleicht auch für Euch interessant. 
Es gilt also auch diesmal, die unten aufgeführten Links sollen nur der Anfang sein, wenn Ihr interessante Links zu allem, was man zum Verpacken und Aufhübschen selbstgemachter kulinarischer Geschenke brauchen kann habt, immer her damit!

Nachtrag
Ich hab die Liste nochmal um eine Bücherkategorie erweitert. Wenn Ihr also Tipps für interessante Bücher rund ums Einpacken habt, auch damit immer her! ;O)

Etiketten

Verpackungen


Bücher


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Zeigt her Eure liebsten Keksrezepte!

Ich hab's ja am Montag bereits angekündigt, dieses Jahr wird gekekst bis das Nudel Keksholz glüht. Meine Backliste ist zwar jetzt schon kilometerlang, aber es kann ja nicht schaden, noch ein paar Rezepte in petto zu haben, bzw. sie durch noch interessantere auszutauschen. Also seid Ihr nun dran - lasst uns Keksrezepte sammeln!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir Eure liebsten Rezepte verlinken würdet (sofern die Rezepte  bei Euch im Blog oder irgendwo im Netz zu finden sind - vom großen deutschen Kochforum mit der weißen Mütze mal abgesehen, denn dahin verlinke ich aus Prinzip nicht ;o) ) oder sie vielleicht sogar in einem Kommentar aufschreibt. Ich mach dann wie schon bei den Pizza- und Pastasammlungen eine hoffentlich laaaaaange Liste draus und verlinke die Rezepte. 

So, und nu mal los - bis Weihnachten isses nicht mehr lange hin! :O) 
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Folgende Kekse landen bei Euch garantiert auf dem Plätzchenteller:
Juliane hat anlässlich der beginnenden Keks-Saison sogar eine eigene Lieblingsplätzchen-Kategorie angelegt - unbedingt auch reinschauen!


Viel Spaß beim Stöbern, Nachbacken und natürlich besonders beim Kekseknabbern!


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Fernsehtipps

Wie gut, wenn man eine Mama hat, die sich nicht nur fleissig bei Visite und Markt fortbildet, sondern auch sonst die Augen offenhält und mir ab und zu richtig gute Fernsetipps geben kann - wie diese hier zum Beispiel. 
Die Sendung "Der Vorkoster" im WDR wäre wahrscheinlich komplett an mir vorüber gegangen, wäre meine Mama nicht gewesen ;o)

Ich weiß nicht, wieviele Sendungen bereits ausgestrahlt wurden, aber im Internet sind noch zwei abzurufen, die ich beide sehr empfehlen kann. 



Bei der Gelegenheit, wenn Ihr mal einen interessanten Fernsehtipp habt, immer her damit! Ich freu mich sehr darüber :o)

Nachtrag
Und wenn man mal richtig hinguckt und nicht wie ich blind wie n Maulwurf durch die Gegend läuft und mal wieder nur die Hälfte sieht, erkennt man natürlich auch, dass nicht nur 2 Sendungen im Archiv aufgeführt sind, sondern sehr viel mehr ... 
Hier findet Ihr also alle bisher ausgestrahlten Sendungen nach Monaten sortiert. 



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Himmlische Mürbeteig-Flügel

Im letzten Jahr fiel die Vorweihnachtszeit bei uns zuhaus ja leider komplett ins Wasser, da vor ziemlich genau 12 Monaten der Brustkrebs bei mir diagnostiziert wurde, bzw. sich die ganze Untersuchungsmaschinerie in Gang setzte. Selbstverständlich war da alles andere wichtiger als Kekse zu backen, Pralinen zu rollen und Gewürze zusammen- zustellen.  
Jetzt, genau ein Jahr später, nach überstandener OP, Chemo und Strahlentherapie und was für mich ganz besonders wichtig ist, mit wieder stetig wachsender Haarpracht, Wimpern und Augenbrauen, möchte ich die Vorweihnachtszeit in vollen Zügen genießen und ausnutzen. Ich hab eine rieeeeesiglange Liste mit Kekrezepten, Pralinen, usw. die ich ausprobieren und natürlich auch bloggen möchte, daher wird das Angebot im KuLa bis Weihnachten sicher ziemlich "kekslastig". Gut für Alle, die auch gern backen, die anderen Leser kann ich beruhigen - nach Weihnachten ist erstmal wieder alles vorbei ;o)

Den Anfang machen in diesem Jahr diese sehr einfachen Mürbeteig-Kekse, die auch für die Weihnachtsbäckerei mit den lieben Kleinen ideal sind. Der Teig lässt sich sehr gut verarbeiten und ausrollen und auch beim Backen behält er seine Form.
Ganz wichtig ist, dass die ausgestochenen, noch ungebackenen Plätzchen nochmals im Kühlschrank erkalten können und dann sofort aus dem Kühlschrank in den bereits vorgeheizten Backofen geschoben werden.

Zutaten 
150 g zimmerwarme Butter
100 g Puderzucker 
Mark einer Vanilleschote 
50 g saure Sahne 
1 Prise Salz
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
275 g Mehl 

Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung
Die Butter mit dem Puderzucker, Salz und dem Vanillemark verrühren. Die saure Sahne und den Zitronenabrieb zufügen und ebenfalls verrühren. Das Mehl dazugeben und solange unterrühren, bis alles gerade vermischt ist, nicht zu lange mixen. 

Den Teig in einen Gefrierbeutel geben, flach ausdrücken und verschließen. Mindestens eine Stunde, besser aber über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Eine halbe Stunde vor dem Weiterverarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen und kurz verkneten, so dass sich der Teig ausrollen lässt. 
Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen (das gelingt am Besten zwischen zwei Holzlatten) und die Kekse ausstechen. Die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und erneut für ca. 15-30 Minuten im Kühlschrank erkalten lassen. 
In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C vorheizen und die Kekse darin ca. 10 Minuten backen, bis sie ganz leicht gebräunt sind. 
Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen. 

Für alle,  die sich unter den im Rezept vermerkten "Latten" nichts vorstellen können und für Brigitte im Besonderen ;O), hier nochmal ein paar Fotos meiner geheimnisvollen "Backwerkzeuge":

Ganz simple Holzlatten, die es im Baumarkt für sehr wenig Geld in verschiedenen Stärken gibt. Einfach auf Länge sägen und den Mürbeteig zum Ausrollen dazwischen legen - fertig ist eine exakt gleich dicke Teigplatte.


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Bei diesem ungemütlichen Schietwedder kann ich Euch nicht einfach so ins Wochenende entlassen, ohne Euch noch mit dem passenden Rezept zum Versüßen dieses Wetters zu versorgen - als Ladenbesitzerin hat man ja schließlich auch ne Verantwortung seinen Kunden gegenüber und ist selbstverständlich immer um deren Wohl besorgt. 
Diese heiße Schokolade hier ist quasi eine Geheimwaffe, mit dem man sich jedes Wetter schöntrinken kann ;o)
Also, Kissen auf dem Sofa richten, 1-3 Kekse bereitlegen, ein gutes Buch oder den Laptop in Position bringen, Wolldecke nicht vergessen, Schokolade zubereiten und dann nix wie ab aufs Sofa und frühestens wieder aufstehen, wenn's draußen eh schon dunkel und die Schokolade bis auf den letzten Tropfen ausgetrunken ist.  

Neben der zugegeben sehr guten Qualität der Zutaten, verleiht die frisch geriebene Muskatnuss der heißen Schokolade noch den besonderen Kick. Der Kakao bekommt mehr Tiefe, schmeckt einfach nochmal besser. 
Probiert das unbedingt mal aus, auch wenn Ihr keine Valrhona-Schokolade verwenden könnt oder wollt, Muskatnuss rocks!

Zutaten 
1 Tahiti-Vanilleschote
50 g Valrhona-Kuvertüre 70%
500 ml Vollmilch 
1 geh. EL Valrhona-Kakaopulver
35 g Zucker
1 TL Maisstärke 
frisch geriebene Muskatnuss nach Geschmack 
Marshmallows und geschlagene Sahne nach Geschmack

Zubereitung
Die Kuvertüre grob hacken, die Vanilleschote längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark zusammen mit der Schote, Kakaopulver, Kuvertüre und dem Zucker in einen Topf geben, vorher noch einen Schluck der Milch in eine kleine Schüssel geben und mit der Maisstärke glatt rühren. 
Die Milch im Topf erhitzen und unter Rühren die Schokolade darin schmelzen. Sobald die Schokolade vollständig geschmolzen ist, die Stärke-Milch einrühren und mit frisch geriebener Muskatnuss würzen. 
Schokolade je nach Geschmack mit geschlagener Sahne und/oder Marshmallows in einem Becher servieren. 


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Wildschweingulasch mit Brotknöpfle

Nach dem gestrigen Ärger mit meiner alten eMail-Adresse brauch ich heute erstmal was Anständiges zu Essen, etwas das ordentlich wärmt und glücklich macht - ein Schmorgericht also und was bietet sich da eher an, als eine riesengroße Portion Gulasch mit knusprig gebratenen Brotknöpfle? Nix ;o)

Das Wildgulasch, also das rohe Fleisch, schlummert schon seit Anfang September in meinem Gefrierschrank, damals haben wir nämlich bei einem Bummel über den Herbstmarkt auf Gut Basthorst die Gelegenheit genutzt und uns am Stand der von von Bülow'schen Wildspezialitäten reichlich mit unseren heißgeliebten Wildschwein- bratwürsten und einer großen Portion Wildschweingulasch eingedeckt. 
Wir sind ja keine so großen Schweinefleisch-Liebhaber und daher muss es wenn schon ein besonderes Schwein sein. Die Angler Sattelschwein-Kreuzungen, die unser Schlachter hält, sind zwar von ganz ausgezeichneter Qualität, so ein Wildschwein schmeckt aber nochmal nen Tick aromatischer.
 
Bouquet garni - getrocknete Kräutersträußchen für alle, die wie ich weder Garten noch Balkon haben
Das Rezept hab ich beim Mälzer-Tim geklaut, ich hatte schlicht keine Lust mehr nach einem anderen Rezept zu suchen und da kam mir das aktuelle Rezept seiner Kochsendung beim Stöbern in der ARD-Mediathek grad Recht. 
Eigentlich wollte ich noch ein paar Maronen dazugeben, aber momentan bin ich nicht in so großer Kochlaune, so dass ich das Rezept im Endeffekt nur an meine Fleischmenge angepasst und alles zum Schluss noch mit nem kleinen Schluck Schwarz Essig abgeschmeckt habe - die feierliche Premiere meines neuen Lieblingsessigs und sehr, sehr lecker! Wenn Ihr keinen Schwarz Essig habt, nehmt einfach nen kleinen Schluck Balsamico oder lasst ihn weg.

durchwachsener Speck vom Metzger

Die Mälzersche Kochsendung, bzw. Kochsendungen im Allgemeinen schau ich eigentlich schon eine ganze Weile nicht mehr - da ist für mein Empfinden einfach die Luft raus, die meisten dienen nur noch der Selbstdarstellung sog. Fernsehköche oder als Spielwiese für... Nee, lassen wir das lieber, mein Mitesser sagt, man muss nicht alles aussprechen, resp. schreiben ;O)
Diesmal war es jedenfalls gar nicht so verkehrt mal wieder reinzuschauen, denn andernfalls wäre mir dieses im Grunde sehr simple, aber mordsleckere Gulasch entgangen und sowas wolln wir ja nu auch nich...

Es muss nicht immer Vitamalz sein, das hier ploppt sogar ...
Vermisst Ihr eigentlich irgendwas auf den Gulasch-Fotos? Richtig, die Brotknöpfle sind gar nicht mit drauf. Der Teller war inkl. Knöpfle völlig überladen, das sah nach nix aus und nochmal wollte ich die Portion nu auch nich anrichten - ab und zu hab ich nämlich auch mal Lust auf ne warme Mahlzeit ;o) 
Die Brotknöpfle müsst Ihr Euch also beim Herrn Mälzer anschauen, der hat auch anständig große Teller, so dass die Portion auch inkl. Knöpfle noch schick aussieht und nicht komplett verfressen wie bei mir ;o)

Noch ein paar kurze Worte zum Speck, den Ihr oben weiter auf dem Bild seht... Macht nicht den Fehler irgend so einen eingeschweißten, wässrigwabbeligen Gummispeck zu kaufen, sondern gönnt Euch für dieses Essen einen richtig guten, kräftig geräucherten Speck vom Metzger. Der Speck spielt in diesem Gericht nämlich eine ganz entscheidende Rolle, da er ne ganze Menge Geschmack und Aroma mitbringt. Je besser die Qualität des Specks, desto besser auch das Endergebnis.

Wildschweingulasch

Zutaten 
6 Kapseln grüner Kardamom
3 Nelken
1 Sternanis
7 Wacholderbeeren
3/4 TL Fenchelsaat 
3/4 TL schwarze Pfefferkörner
3/4 TL Koriandersaat

2 kg Wildschweingulasch
2 Zwiebeln
200 g durchwachsener Speck im Stück 
Butterschmalz zum Anbraten 
2 EL Mehl 
330 ml Malzbier 
500 ml Rinderfond (selbstgemacht oder vom Schlachter)
2 EL Schwarz Essig (Kloster Rühn)

Zubereitung
Den Kardamom im Mörser leicht anmörsern, so dass sich die Kapseln öffnen. Zusammen mit den restlichen Gewürzen in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze kurz anrösten. Sobald sie beginnen zu duften, in einen Teebeutel füllen und mit Küchengarn verschließen. 
Das Fleisch sehr gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen, in der Zwischenzeit in einem schweren, am besten gusseisernen Bräter Butterschmalz erhitzen. Die Fleischwürfel je nach Größe des Topfes in 3-4 Portionen nacheinander von allen Seiten scharf anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen. 
Die Schwarte vom Speck abschneiden und den Speck in 3-4 mm dicke Scheiben schneiden, die Zwiebel grob würfeln. 
Die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen, die Speckscheiben und die abgeschnittene Schwarte dazugeben und ebenfalls kurz anbraten. Mit dem Mehl bestäuben, die Butter dazugeben und beides unter Rühren anschwitzen. 
Mit Malzbier ablöschen und den Fond ebenfalls dazugeben. Das Bouquet garni dazugeben und alles einmal aufkochen lassen. Die Temperatur stark reduzieren und das Gulasch bei niedriger Hitze (das Gulasch soll nur ganz leicht simmern) ca. 2 Stunden mit geschlossenem Deckel schmoren.

Das fertige Gulasch mit Schwarz Essig abschmecken und evtl. noch mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen. Nicht vergessen, die Schwarte und das Bouquet garni wieder zu entfernen, das ist beides nicht besonders lecker ;o)
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Brotknöpfle 

Zutaten 
100 g altbackenes kräftiges Sauerteigbrot (von Vortag)
Butterschmalz
1 Zwiebel, fein gewürfelt
100 g durchwachsener Speck, fein gewürfelt

1 Bund Petersilie, fein gehackt
Salz

6 Eier
Salz
350 g Mehl

50 ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser 

Zubereitung
Das Brot in kleine Würfel schneiden und in etwas Butterschmalz knusprig anrösten, die Zwiebel- und Speckwürfel dazu geben und glasig anschwitzen. Zum Schluss die Petersilie dazu geben. Beiseite stellen. 
Die Eier in einer großen Schüssel miteinander verquirlen und salzen. Mehl und Mineralwasser zugeben und alles mindestens 5 Minuten kräftig mit einem Kochlöffel zu einem glatten Teig verschlagen, bis er Blasen wirft.
Die etwas abgekühlte Brot-Speck-Mischung unterheben. 
Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Sieden bringen. Mit zwei Tee- oder Esslöffeln (je nachdem, wie groß man die Knöpfle mag) kleine Portionen abstechen und ins Wasser gleiten lassen und je nach Größe 3-5 Minuten gar ziehen lassen. 
Mit einer Schaumkelle herausnehmen und in einem Durchschlag abtropfen lassen. 
Je nach Geschmack frisch aus dem Kochtopf servieren oder kurz in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz anbraten.



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