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Minzsirup

An Tagen wie gestern, wenn das Thermometer in meiner kleinen Düvelsköök mal wieder locker die 30°C-Marke knackt und eine Abkühlung noch in weiter Ferne ist, laufen nicht nur wir selbst, sondern auch unser heißgeliebter Wassersprudler heiß, ohne den mein armer Mitesser wahrscheinlich immer noch Kistenweise Mineralwasser die geschätzten 1365 Stufen hinauf in unsere Dachbutze schleppen müsste. 
Um ein klein wenig Abwechslung ins Glas zu bringen, nutze ich die Sommermonate und damit das wunderbare Angebot an Obst und Kräutern um leckeren Sirup zu kochen, der aber leider immer viel zu kurz hält. 
Nene, nicht falsch verstehen - der wird nicht schlecht, sondern ist nur schneller ausgetrunken als ich Nachschub kochen kann - schlimmer Teufelskreis ;o)

Neben einem grandiosen Lemonsquash, das ich auch ganz bald bloggen werde, hab ich jetzt diesen Minzsirup ausprobiert und bin sehr begeistert.
Nicht nur die Zubereitung macht mächtig Spaß, weil die ganze Wohnung nach Minze duftet, bei jedem Öffnen der Sirupflasche kommt einem auch ein regelrechter Duftschwall  entgegen. Wer den Sirup nicht pur mag, kann ihn prima zum Mixen verwenden oder gibt einfach nen Spritzer Zitrone dazu.

Zutaten
50 g frische Minzblätter, bzw. äußere Spitzen der Zweige
Saft einer Zitrone
250 g Zucker
1 gestrichener TL Salz
600 ml Wasser

Zubereitung
Die Minzblätter gründlich putzen, waschen und trocken schleudern.
Zusammen mit dem Zitronensaft, Zucker und Salz in einen Topf geben und mit einem Rundstößel oder dem Ende eines Nudelholzes gründlich zerdrücken, so dass die Struktur der Minze aufgebrochen wird und die ätherischen Öle austreten können.
Für 8-10 Stunden mazerieren lassen.

Das Wasser zum Kochen bringen und über die Minz-Mischung gießen. Weitere 12 Stunden stehen lassen.

Den Sirup durch ein sehr feines Sieb in einen Topf gießen, zum Kochen bringen und einige Minuten köcheln lassen. In zuvor sterilisierte Flaschen füllen, fest verschließen und auf den Kopf stellen. Vollständig auskühlen lassen. 


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Ohne die geht im KuLa nix ...

Seit mein Mitesser und ich im Februar beschlossen haben, mich für jede überstandene Chemo mit einem Kochbuch zu belohnen und Ihr mir soooooviele unglaublich tolle Tipps, auf die ich im Leben nicht selbst gekommen wäre, gegeben habt, schwimme ich in Kochbüchern, zumindest für meine Verhältnisse. 
Langsam aber sicher verdrängen sie die Whiskysammlung meines Mitessers und nehmen immer mehr Platz ein - es ist also in den letzten Monaten noch enger in unserer ohnehin schon muckeligen Dachbutze geworden ...

Genau wie bei Lebensmitteln, achte ich beim Kauf eines Kochbuches auch auf die Qualität. Konnten mich früher die unzähligen Billig-Heftchen, die an jeder Ecke lauern noch locken, kaufe ich mir mittlerweile lieber ab und zu mal ein wirklich gutes Kochbuch, das dann halt auch entsprechend mehr kosten darf und verzichte dafür auf mehrere billige und die unzähligen Kochzeitschriften, die ich einmal durchblätter und dann nie wieder anschaue. 

Als nun Petra vor knappen zwei Wochen über ihre Top Ten der Kochbücher schrieb, begann es sofort in meinem Kopf zu rattern, denn diese Entscheidung ist verdammt schwer. Allein der Gedanke, sich von einem liebgewonnenen Kochbuch zu trennen ... Nee, ich mag gar nich dran denken ;o)
Nachdem ich nu immer wieder hin und her überlegt habe, hab ich mich für's Erste (morgen kännte diese Liste schon wieder etwas anders ausehen) für die unten aufgeführten entschieden, dabei ist die Reihenfolge nicht wertend zu verstehen, sondern rein zufällig. 

Meine komplette "Kochbuch-Bibliothek" findet Ihr bei Librarything, wo ich auch meine übrigen Kochbuch-Favoriten aufgeführt habe. 

Dieses Buch war und ist mein Standard-Nachschlagewerk, wenn ich mir nicht gerade ein chinesisches Rezept aus dem Internet suche.

Eindeutig DAS italienische Kochbuch für mich schlechthin, in dem man zwar vergeblich Bilder sucht, das dafür aber durch fantastische Rezepte bietet - ich sach nur Zitronenhuhn und Zwiebel-Thymian-Sauce ... 

Dieses Buch könnte ich von vorne bis hinten durchkochen - ich liebe, liebe, liebe es! Müsste ich mich für nur 3 Bücher entscheiden, dieses wäre unter Garantie dabei.

Nicht nur für Vegetarier eine unerschöpfliche Quelle fantastischer vegetarischer Rezepte.

Noch so ein Buch, das ich am liebsten von vorne bis hinten durchkochen würde und ja auch schon vieeele Rezepte hier vorgestellt habe. Einfache Rezepte, die durchweg schmecken und leicht umzusetzen sind. 

Besonders für Hobbyköche mit einer kleinen anglophilen Ader sehr zu empfehlen - tolle, traditionelle Rezepte von der Insel!

Ok, dieses Buch werd ich in meinem ganzen Leben nicht "durcharbeiten" können, da streiche ich schon jetzt die Segel. Nach Jahreszeiten und Zutaten sortiert, findet man hier ganz auf die Schnelle tolle, sehr einfache Rezepte.

  • Sushi - Hisayuki Takeuchi
Sushi ist zwar von Haus aus schon einmal ne Augenweide (vorausgesetzt, man hat den Dreh einigermaßen raus ;o) ), dieses Buch toppt aber alles und das Beste ist, es beinhaltet auch noch tolle Rezepte für tolle Sushi-Saucen, den perfekten Reis, usw. usf. 
Für Sushi-Fans ein eindeutiges Muss!

Die englische Ausgabe der Backbibel und ein absolutes Standardwerk für jeden Hobbybäcker, das auch für Anfänger bestens geeignet ist.

Nicht umsonst ist das von mir vor einer Weile gegründete Alles Hausgemacht!-Forum nach diesem Buch benannt, es beinhaltet eine breite Auswahl an Rezepten von süß bis herzhaft und ist auch für Einmach-Anfänger sehr gut geeignet, da hier alle angewendeten Methoden zur Haltbarmachung Schritt für Schritt und in vielen wunderschönen Bildern festgehalten sind - unbedingter Kauftipp! 

So, und nun seid Ihr dran! Welche 10 Bücher würdet Ihr auf die berühmte einsame Insel (die selbstredend mit einer perfekt ausgestatteten Küche ausgestattet ist, sonst wären die Bücher ja einigermaßen unsinnig) mitnehmen? ?


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Wegen Urlaub geschlossen!

Naja, so ganz stimmt das nicht, denn ich fahre weder weg, noch plane ich für länger den Laden dicht zu machen - ich mach einfach ein paar Tage blau. 


Letzte Woche hatte ich meine letzte Chemo und wie es aussieht, wollten die behandelnden Ärzte nochmal einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, mich hat's auf jeden Fall ziemlich dahingerafft. Vielleicht hätte ich meiner Ärztin beim letzten Mal auch nicht sagen sollen, dass sie vorige Chemo Kinderkram war - wahrscheinlich hattse diesmal bei der Dosierung der Giftmischung nochmal ordentlich einen drauf gelegt ... ;o)

Egal, in ca. 3 Wochen geht's munter mit der Strahlentherapie weiter und bis dahin ist wieder auf die Beine kommen angesagt, daher bleibt die Küche im KuLa in den nächsten Tagen also erstmal geschlossen. Vielleicht heize ich die Töpfe in ein paar Tagen schon wieder an, evtl. dauert's auch etwas länger - mal schaun, wie lange ich es ohne meinen kleinen Laden aushalte ;o)

Bis dahin
P.S.: Da mein Postfach seit ner ganzen Weile ziemlich überquillt und ich in der letzten Zeit nicht dazu gekommen bin, all die Mails "abzuarbeiten" werd ich diese kleine Auszeit auch dazu nutzen. Wer also noch auf eine Antwort von mir wartet, die ist quasi schon so gut wie eingetütet! 


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Film ab!



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Risotto di Patate

Bevor es jetzt endgültig wieder viel zu warm wird und die Risotto-Saison damit für mich bis zum erlösenden Herbst erstmal aussetzt, möchte ich noch schnell dieses Rezept unter die Leute Leserschaft bringen, denn es hat es auf keinen Fall verdient, noch so lange in der Warteschleife dahin zu dümpeln, das gehört auf Eure Teller und zwar schnell ;o)

Die Kombination Reis und Kartoffel war für mich eine ganze Zeit gewöhnungsbedürftig, glücklicherweise hatte ich das Rezept aber nicht vollständig verworfen und als neulich mal wieder ein Risotto auf dem Plan stand, hab ich es todesmutig einfach mal gewagt - ansonsten hätt's halt ein Bütterken gegeben ... 
Was soll ich sagen, das Brot kam natürlich nicht zum Einsatz, sondern das/der Risotto wurde bis zum letzten Korn, resp. Kartoffelwürfel aufgeputzt - richtig lecker!

Da wir ja das nicht zu unterschätzende Glück haben, zweimal die Woche auf unserem kleinen, aber feinen und grandios bestückten Bio-Wochenmarkt einkaufen zu können (der Isemarkt ist natürlich nicht minder schlecht, ganz im Gegenteil, für den wöchentlichen Einkauf aber einfach zuuu groß und überlaufen, da geh ich lieber auf den Biomarkt und nur, wenn ich mal was Besonderes von der Kräuterhexe usw. brauche, stürze ich mich ins Getümmel und boxe mich durch Tourimassen), auf dem auch jeden Samstag der Käsehändler unseres Vertrauens mit seinem Wagen steht und der unter Anderem ein fantastisches Angebot norddeutscher und ganz speziell schleswig-holsteinischer Käse hat, bemühen wir uns immer mehr, auf diese hiesigen Käse auszuweichen. 
Mein bevorzugter "Ersatz" für Parmesan ist beispielsweise der hier im Rezept angegebene Milbenkäse, der nichts anderes als ein 18 Monate gereifter Deichkäse ist, auf dem sich nach 18 Monaten die kleinen Krabbeltiere niederlassen und dafür sorgen, dass der Käse unvergleichlich würzig schmeckt. 
Keine Sorge, bevor der Käse in den Verkauf geht werden die Milben abgewaschen, es muss sich also Niemand davor ekeln, den Käse zu essen ;o)
Ich reibe den Käse inkl. Rinde, die gerade die besondere Würze bringt. Falls Ihr aber keinen Milbenkäse bekommt oder Euch nicht überwinden könnt (wirklich völlig zu Unrecht), weicht einfach auf Parmesan aus, der wird im auch im Originalrezept verwendet. Ich sag's Euch aber gleich, Ihr verpasst was!

Zutaten
120 g Pancetta oder Coppa, in feine Streifen geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 EL Rosmarin, sehr fein gehackt
Olivenöl zum Anbraten
300 g Kartoffeln, gewürfelt
ca. 1,5 l Geflügelfond
1 Glas Weißwein
400 g Risottoreis
Salz und Pfeffer
ein guter Stich Butter
100 g Milbenkäse, frisch gerieben
eine kleine Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung 

Die Pancetta zusammen mit den Zwiebelwürfeln und dem Rosmarin in Olivenöl andünsten, bis die Zwiebeln glasig und weich, aber nicht gebräunt sind.
Die Kartoffelwürfel und einen kleinen Schluck Geflügelfond dazugeben und ca. 5 Minuten garen, dann den Reis dazugeben und verrühren. Ebenfalls glasig andünsten. Mit Weißwein ablöschen und komplett einreduzieren lassen, dann unter häufigem Rühren nach und nach Geflügelbrühe angießen und immer wieder einreduzieren lassen.
Das Risotto auf diese Weise weiter garen, bis der Reis nach ca. 20 Minuten bissfest ist.
Von der Herdplatte ziehen und mit Salz und Pfeffer würzen, dabei mit dem Salz vorsichtig sein, da die Pancetta schon reichlich Salz mitbringt und der Käse ebenfalls sehr würzig ist.
Käse und Butter zugeben, unterrühren und die Petersilie ebenfalls unterrühren. Abgedeckt ca. 3 Minuten ruhen lassen, dann sofort servieren.

  

Quelle: Ich hab mir mal wieder nicht gemerkt, aus welchem Kochbuch dieses Rezept stammt - die Quelle wird aber wie immer nachgereicht!


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Mascarpone, selbstgemacht

Heut ist es mal wieder Zeit für eine neue Ausgabe der KuLa-Hobbythek, denn heut machen wir unsere eigene Mascarpone
Die Herstellung von Mascarpone ist tatsächlich denkbar einfach und unkompliziert, benötigt man doch nur möglichst fette Sahne, eine Zitrone, nen Topf, ein Küchenthermometer, ein Passiertuch, eine Schüssel und ein Sieb. Ok, Herd und Kühlschrank hab ich jetzt unterschlagen, aber beides setze ich mal als vorhanden voraus, ansonsten bräuchte man ja auch keine Mascarpone ;o)

Ich liebe diese Rezepte - Grundzutaten, die wir eigentlich völlig selbstverständlich im Supermarkt kaufen, ohne professionelles Handwerkszeug oder Zutaten, die man nur über den Großhandel bekommt, nur mit der eigentlich in jeder Küche vorhandenen Ausstattung wie zu Ommas Zeiten selbst machen - da geht mein Herz auf! 
Ich werde zwar in Zukunft sicher nicht ständig meine Mascarpone selbst machen, dazu ist mein Kühlschrank zu klein und oftmals einfach zu voll, als dass dort noch eine Schüssel mit Sieb Platz finden würde, es ist aber ein geradezu befriedigendes Gefühl, dass man könnte, wenn man wollte - wenn Ihr versteht, was ich meine ;o) 
Außerdem gibt es sicher immer noch Gegenden in Deutschland und der großen weiten Welt, wo die Mascarpone nicht zum Standard-Sortiment der Supermarkt-Kühltheke gehört.
Sollte es jetzt mal zu einem akuten Mascarpone-Engpass kommen, schnappe ich mir einfach ganz entspannt eine Flasche Sahne und ne Zitrone und mach sie mir selbst - ätsch! 

Ganz wichtig für alle, die schon einmal Ricotta/Panīr gemacht haben, erwartet nicht die gleiche, geradezu spektakuläre Reaktion, wenn Ihr den Zitronensaft in die erhitzte Sahne einrührt. Sie wird nicht grisselig oder gar brüchig, sondern lediglich ein klitzekleines bißchen dicker. Achtet also genau drauf, wie die Konsistenz vor dem Hinzufügen des Zitronensaftes ist, damit Ihr diese Reaktion nicht verpasst - ich war mir mehr als unsicher, ob das "Experiment Mascarpone" nicht in die Hose gegangen ist und mächtig überrascht und beeindruckt, wie stark sie beim späteren Abkühlen eingedickt ist. 
Wie Ihr auf dem Foto seht, hat sie schon fast die Konsistenz von Clotted Cream, die durch diese Mascarpone übrigens sehr gut zu ersetzen ist. Für alle, die es lieber original haben, gibt's demnächst hoffentlich ein weiteres Rezept in meiner Grundrezept-Sammlung, denn das nächste Experiment heißt tatsächlich Clotted Cream... Drückt mir die Daumen, dass es klappt :o)
Und wer seine Mascarpone gern etwas cremiger hat, der lässt die Sahne einfach nicht so lange im Sieb abtropfen.  
In den meisten anderen Anleitungen wird die Erhitzung im Wasserbad empfohlen, bzw. praktiziert, ich hab damit auch angefangen, als sich aber irgendwie nichts tat (dachte ich zumindest), hab ich den Topf mit der Sahne einfach direkt auf die Platte gestellt. Wenn man behutsam vorgeht und die Temperatur kontrolliert, klappt das ganz genauso gut.

So, und jetzt nichts wie ran an die Mascarpone! :o)

Zutaten  
500 ml Sahne, mind. 32%, nicht ultrahocherhitzt 
1 EL Zitronensaft

Zubereitung
Die Sahne in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren behutsam auf 85°C erhitzen. Den Zitronensaft zufügen und gründlich unterrühren. Die Temperatur haltend weitere 5 Minuten gelegentlich rühren, die Sahne dickt währenddessen ein wenig ein - nicht sehr kräftig, sie zieht nur ein wenig an, etwa wie eine Crème anglaise. 
Den Topf von der Herdplatte ziehen und die Sahne komplett abkühlen lassen. In der Zwischenzeit ein Sieb über eine Schüssel hängen und mit einem ausgekochten Passiertuch auslegen.  
Die kalte Sahnemischung in das Passiertuch gießen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.  
Am nächsten Tag die abgetropfte Mascarpone aus dem Passiertuch nehmen und entweder in ein ausgekochtes, verschließbares Glas umfüllen oder nach Bedarf weiter verarbeiten.



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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt ...
Eigentlich wollte ich ja diese Waffeln backen und hatte sie mir daher auch sofort auf meine Pinterest-Pinnwand gepinnt (mordspraktische Angelegenheit übrigens und bereits nach erst wenigen Wochen für mich gar nicht mehr wegzudenken), als es dann aber ernst wurde und ich mir die Zutaten für den Einkauf notieren wollte, hab ich ganz schön in die Röhre geguckt - in dem Blogbeitrag ist ja gar kein Rezept aufgeführt! Schusselig wie ich bin ist mir das beim Stöbern mal wieder gar nicht aufgefallen. 

Ok, nu isses ja nicht sooo kompliziert, ein anständiges Waffelrezept aufzutreiben und so bin ich im GU Waffeln auch ganz schnell fündig geworden - Kartoffelwaffeln mit Dill, das klingt doch lecker und passt ganz ausgezeichnet zu dem eh eingeplanten Räucherlachs! Dazu noch ein fix zusammengerührter Schmanddip und ein paar Scheibchen Räucherlachs. Jupp, so wird's gemacht ...
Nur noch schnell die Zutatenliste überflogen und alles, was nicht im Haus war notiert und kurz darauf gings auch schon los. 

Zumindest irgendwie, nur nicht so, wie es eigentlich im Rezept angegeben war, denn für Zubereitungstexte gilt leider in meinem Fall das Gleiche wie für Betriebsanleitungen, ich les sie mir fast nie durch, sondern fang meist einfach an. In diesem Fall führte das dazu, dass ich aus den eigentlich gedachten rohen, geriebenen Kartoffeln, gekochte durchgedrückte gemacht hab. Dumm gelaufen? Ganz und gar nicht! 
Die Waffeln schmecken mit gekochten Kartoffeln ganz ausgezeichnet, gehen ein klein wenig in Richtung Potetkaker, sind aber knuspriger.  
Da ich etwas mehr Kartoffeln als eigentlich notwendig gekocht habe, hab ich das ganze Rezept entsprechend umgerechnet und etwas abgewandelt. 

Natürlich haben wir die Waffeln nicht komplett geschafft, aber wie die meisten Waffeln, schmecken auch diese aufgetoastet sehr lecker - sogar zum Frühstück ;o)

Als Beilage hab ich einfach einen Becher griechischen Joghurt mit etwas confiertem Knoblauch, Salz und Pfeffer glatt gerührt und reichlich fein gehackten Dill eingerührt. 

Zutaten
400 g gekochte Kartoffeln
130 g weiche Butter
5 Eier
Abrieb einer Bio-Zitrone
1 TL Zucker
1-2 TL Salz und reichlich Pfeffer
200 g Mehl
3/4 TL Backpulver
250 g Crème Fraîche

1 Bund Dill, fein gehackt

Zubereitung
Die Kartoffeln abgießen und wieder auf die ausgeschaltete Herdplatte stellen - gründlich ausdampfen und anschließend abkühlen lassen. Mit einer Gabel zerdrücken oder durch die Kartoffelpresse drücken.
Die Butter und die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Mixer verrühren, die Crème Fraîche ebenfalls unterrühren. Die restlichen Zutaten, sowie die durchgedrückten Kartoffeln zufügen und alles vermixen.
Portionsweise in einem Waffeleisen ausbacken und mit Kräuterschmand und Räucherlachs servieren. 


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Zur Feier des Tages ...

... gibt's heut meinen absoluten Lieblingssalat, an den ich bereits im letzten Jahr mein Herz verloren habe, eine groooooße Portion Erdbeer-Gurken-Salat mit Balsamico-Dressing



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Apple Shortcake

Apfelkuchen mag ich eigentlich in jeder Form, Apfelstrudel, gedeckter Apfelkuchen, Apple Crumble, Apfeltaschen oder eben ein Apple Shortcake - Hauptsache ohne Rosinen und natürlich vor allem ohne Zimt. Dazu noch ein klitzekleiner Klecks Vanillesahne, eine große Kanne Tee und dann nichts wie ab aufs Sofa und den ganzen Sonntagnachmittag nicht mehr aufstehen - so einfach ist das ...

Der Boden dieses Kuchens ist im Gegensatz zu einem Tarteboden aus Mürbeteig nicht wirklich stabil, d.h. ein Stückchen unfallfrei und im Ganzen aus der Form und auf den Teller zu bringen ist Glücksache. Ganz Ähnlich wie bei einer Pie sollte man daher einfach beherzt mit einem großem Löffel eine Portion abstechen - hier spielt das Äußere eindeutig eine untergeordnete Rolle, die inneren Werte zählen. 
Ach so, und macht nicht wie ich den Fehler eine Tarteform zu verwenden, eine Spring- oder Pieform mit einem glatten Rand ist sehr viel praktischer.

Zutaten
150 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Ei
250 g Mehl
1 TL Backpulver

Füllung
1,2 kg Äpfel (Cox, Topaz, Boskoop)
50 g Butter
1 gehäufter EL Zucker
1 Vanilleschote

Außerdem
Milch zum Bestreichen
Zucker zum Bestreuen

Zubereitung
Die Butter zusammen mit dem Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Mixer oder der Küchenmaschine schauming rühren. Das Ei dazugeben und gut verrühren. Nach und nach das Mehl und das Backpulver unterrühren.
Auf die sehr gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mit ebenfalls gut bemehlten Händen einige Minuten kneten, bis weicher, glatter Teig entstanden ist.
Die Teigmenge halbieren und eine Hälfte kreisrund ausrollen und eine handelsübliche gefettete und gemehlte Spring- oder Pieform damit auslegen, den restlichen Teig in Frischhaltefolie wickeln. Sowohl die mit Teig ausgelegte Form, als auch den restlichen Teig in den Kühlschrank legen.
In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
In einer tiefen Pfanne die Butter erhitzen, den Zucker dazugeben und ganz leicht karamellisieren lassen. Die Vanilleschote längs aufschneiden, mit dem Messerrücken das Mark herauskratzen und zusammen mit der ausgekratzten Schote und den Apfelscheiben in die Pfanne geben. Durchschwenken und solange köcheln lassen, bis die Apfelscheiben etwas weich geworden sind, sie sollen nicht zerfallen.

Die mit Teig ausgelegte Backform aus dem Kühlschrank nehmen und die Oberkante des Teigrandes ganz leicht mit der warmen Apfelflüssigkeit der Füllung bestreichen. Die Apfelfüllung hineingeben, den restlichen Teig kreisrund ausrollen und vorsichtig als Deckel auf die Backform legen. Vorsichtig andrücken und besonders gut die Teigränder festdrücken.
Mit etwas Milch bestreichen und mit Zucker bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 40 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun  und knusprig ist.

Lauwarm mit Vanillesahne servieren. 


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Panzanella mit Fenchel und Salami

Juhuuu, heut gibt's zur Abwechslung mal wieder Fenchel!
Entwickelt sich ja immer mehr zu meinem Lieblingsgemüse und weil es völlig zu Unrecht ganz viele Fenchel-Skeptiker gibt, starten wir mit einem leckeren Fenchel-Brotsalat in die neue Woche - irgendwann krieg ich auch den letzten Fenchel-Verweigerer und "dreh ihn um" ;o)
Eigentlich ist in einem Brotsalat ja auch immer Tomate mit von der Partie, schmeckt mir auch sehr gut, ich mag es nur nicht, wenn das Brot durchsibbert, also weich wird. Der Fenchel hat, von seinem leckeren Geschmack mal abgesehen, den Vorteil, dass er nicht soviel Wasser enthält und die Brotwürfel daher auch länger knusprig bleiben - wenn das mal kein Pluspunkt für die Fenchel-Variante ist!

Zutaten
1/2 Baguette
1 TL Fenchelsaat
Olivenöl

Vinaigrette
2 EL Weißweinessig 
5 El Olivenöl
1 EL Zitronensaft 
Salz und Pfeffer 
1/2 TL Zucker  

Außerdem
2 große Knollen Fenchel
1 Bund Wildsalat
120 g Fenchelsalami
1 Handvoll Oliven  

Zubereitung  
Das Brot in 2x2 cm große Würfel schneiden, die Fenchelsaat im Mörser etwas anmörsern. Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die confierten Knoblauchzehen darin zerdrücken. Brot und Fenchelsaat dazugeben und bei geringer Hitze und unter gelegentlichem Umrühren goldbraun rösten. Herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.  
Den Fenchel waschen, vierteln und den Strunk entfernen. Die Viertel quer in hauchdünne Streifen hobeln. Den Salat waschen, putzen und die Stiele entfernen, die Blätter grob schneiden.  
Den Essig, Zitronensaft, Olivenöl, sowie Salz, Pfeffer und Zucker zu einer Vinaigrette aufschlagen und unter den Salat mischen. Dann die Oliven und Salamischeiben unterheben und mit den Brotwürfeln servieren. 


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Ein Heim für Adele

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Adeles Einzug vor einigen Wochen? Adele, das war/ist das schönste, tollste, beste und genialste Geburtstagsgeschenk überhaupt, das ich seither wie meinen Augapfel hüte und immer noch jedes Mal begeistert bin, wenn ich sie in Händen halte. 
Für Alle, die sich jetzt wundern, warum ich sonen Aufstand wegen einer simplen Kamera mache, das is keine simple Kamera, das ist eine Nikon D90! Allein das Klicken des Auslösers ist ein Erlebnis! ;o)
Ok, ich weiß, ich hab nen kleinen Knall - das is ja aber nix Neues ;o)

Egal, kommen wir zum Wesentlichen, nachdem Adele bei mir eingezogen war, stand ich nämlich vor einem elementaren Problem - ich hatte keine anständige Tasche für sie! Nu isses nicht so, dass es mir an Taschen generell mangeln würde, da ich, im Gegensatz zu vielen anderen Frauen keinen Schuh-, sondern einen ausgeprägten Taschentick habe. Ich hab also eigentlich für jede Lebenslage die richtige Tasche, nur eben nicht für Adele!

Meine Vorgänger-Kamera war bis dato in einer Crumpler-Tasche untergebracht, die für Hidegard auch absolut perfekt war, für Adele aber n büschen zu knapp bemessen - da zwickte und kneifte es an allen Ecken und das kleine Zweit-Objektiv musste schon arg den Bauch einziehen um überhaupt noch ein Plätzchen zu finden. 
Eine neue Tasche musste her, aber welche? Eine mordsschicke, aber auch riesig große und laut meiner persönlichen Foto-Fachfrau Franzi nich so dolle verarbeitete Kelly Bag schied schnell aus und ansonsten gibt es zwar mindestens 1365 verschiedene Modelle, die haben aber entweder Kofferschrankgröße oder sind mordshässlich - oder beides. 
Bevor ich Euch nun stundenlang zutexte, natürlich hab ich eine Lösung gefunden, eine grandiose Lösung sogar - die schönste und genialste Kameratasche überhaupt, eine Pixbag!

Die Tasche ist nicht nur mordsschick (Nein, ich dulde keinen Widerspruch, das is die mit Abstand schickste Tasche überhaupt! ;o) ), sie ist auch noch enorm praktisch, da sie nicht groß aufträgt. 
Da ich eh immer noch eine normale Handtasche dabei hab (Frau braucht schließlich Platz für Sonnenbrille, Taschentücher, Schlüssel, Mobiltelefon, usw. usf.) bringe ich das Zweitobjektiv, Speicherkarte und Ersatzakku im Beutelchen in der Handtasche unter, in der bei schlechtem Wetter auch noch Adele Platz findet.

Wenn ich richtig im Fotowahn bin, klette ich die Pixbag einfach mit der Schlaufe am Gürtel fest oder steck sie in die Handtasche, dann stört sie nicht.
Prima, oder?
Ok, wahrscheinlich nicht das Richtige für Alle, die immer eine Hundertschaft an Objektiven, Linsen, Stativen, usw. mit sich rumschleppen. Wer sich aber auf die Kamera beschränkt, für den ist eine Pixbag wirklich ideal.  

Und wer sich nun fragt, woher ich diesen unglaublich schicken Prilblumen-Kameragurt habe, den hat mir eine gaaaaaaaanz besonders liebe Freundin zum Geburtstag geschenkt - gibt's auch bei Dawanda :o)

P.S.: Falls Ihr Euch über diesen Beitrag wundert, der KuLa ist nicht zum Dorfgasthof, indem Werbe-Verkaufsveranstaltungen durchgeführt werden, mutiert. Ich krieg weder Prozente, noch weiß die Designerin überhaupt von diesem Beitrag - ich wollte Euch nur an meiner Begeisterung teilhaben lassen, da ich weiß, dass auch einige Hobbyfotografen hier mitlesen :o)


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Bremer grööne Soß'

Ihr fragt Euch jetzt sicher, was das nu schon wieder ist. Frankfurter Grüne Sauce ist klar, aber Bremer?
Is doch logisch, als eingefleischtes Nordlicht, das noch nie ne Grüne Sauce gegessen hat, geschweige denn wohlmöglich sogar im Grüne-Saucen-Gebiet, werd ich mich sicher nicht auf so dünnes Eis begeben und behaupten, das hier wäre ein Rezept für diese sagenumwobene Sauce.
Ich mach es mir einfach, such mir aus mind. 1365 Quellen ein leckeres Rezept zusammen, füge hier und da noch etwas hinzu oder lasse was weg und benenne das Ganze dann einfach um - so einfach is das! Nicht umsonst trägt der beste Fussballverein der Welt, der ja bekanntlich Werder Bremen ist, die Farben der Grünen Sauce im Logo. Wahrscheinlich ist es also sogar gar nicht so abwegig und die Grüne Sauce kommt gar nicht aus Hessen, sondern is ne urbremische Angelegenheit ... Jupp, so wird's sein, ich bleib also dabei, heut bekommt Ihr ein Rezept für eine besonders leckere BREMER Grüne Sauce
Und weil in Bremen alles n büschen anners is, wird diese Sauce dort schon seit Generationen nicht mit Pellkartoffeln gegessen, sondern die Kartoffeln müssen zwingend vorher in Butter goldbraun geschwenkt werden - sonst schmeckt die ganze Sauce nich, glaubt's mir!

So, und weil das hier ne Bremer Grüne Sauce ist, werden die Eier auch nicht einfach so ins Wasser geschmissen und gekocht, bis sie blitzeblau sind, sondern da gehn wir mal n büschen behutsamer vor. Ich muss es nämlich bei dieser Gelegenheit mal loswerden, es gibt für mich kaum etwas ekligeres als blau gekochte Eier.
Ok, das ist jetzt n büschen übertrieben, denn natürlich ist Zimt noch vieeeel ekliger, blaue Eier gehn aber mal gar nicht, zumal das einfach nicht sein muss. Ein hartgekochtes Ei muss nich blau werden, das geht auch anders!
Starten wir also mit nem kleinen Kurs im Eierkochen - alle, die das Beherrschen, bitte jetzt weiterscrollen ;O)

Fortbildungsveranstaltung: Wie koche ich ein Ei hart, ohne dass es blau wird?

Zutaten 
Eier 
1 Eierpickser oder halt ne Nadel
Wasser
1 Topf mit Deckel 

Zubereitung
Die Eier mit dem Eierpickser am dicken Ende anpicksen und in einen Topf geben. Soviel Wasser dazugeben, dass sie Eier bedeckt sind und alles zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Eier eine Minute kochen lassen, dann die Platte ausstellen, einen Deckel auf den Topf legen und den Topf von der Platte ziehen. 
Je nachdem, wie man die Eier am liebsten mag, müssen sie nun:
  • 2-4 Minuten für weich gekochte
  • 5-7 für wachsweiche
  • 7-10 Minuten für festgekochte Eier ziehen
Natürlich hängt die Dauer auch immer von der Eiergröße ab, da muss man dann n büschen probieren. Wer sein Eigelb pulverisiert bevorzugt, legt einfach nochmal 5 Minuten drauf. 

Die Blaufärbung ist immer ein Zeichen dafür, dass ein Ei zu heftig und zu lange gekocht wurde und genau das verhindert man durch diese schonende und zudem noch energiesparende Methode. 

So, und nu geht's weiter mit der legendären Bremer gröönen Soß' ... 

Zutaten
6 hartgekochte Eier
1 confierte Knoblauchzehe
2 TL grober Dijonsenf
etwas Rapsöl
400 g saure Sahne
400 g griechischer Joghurt (10 %)
Salz und Pfeffer
jeweils eine Handvoll Schnittlauch, Borretsch, Sauerampfer, Petersilie, Kresse, Kerbel und Pimpinelle, alles fein gehackt

Zubereitung
Die Eier anpiecksen und in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Eine Minute kochen, dann die Platte aus stellen und den Topf abgedeckt beiseite stellen. 10 Minuten ruhen lassen.
Die Eier gründlich abschrecken und auskühlen lassen.
Die kalten Eier pellen, das Eigelb in eine Schüssel geben und mit einer Gabel fein zerdrücken, die Knoblauchzehe ebenfalls zerdrücken. Senf und Öl dazugeben und alles glatt rühren.
Saure Sahne und Joghurt dazugeben und alles gründlich verrühren. Die fein gehackten Kräuter dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


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Erdbeertarte

Nachdem wir hier im hohen Norden im letzten Jahr ewig warten mussten, bis die Erdbeersaison auch uns endlich mal erreichte, ist in diesem Jahr alles anders - grad mal Ende Mai und schon sind wir mittendrin! 
Ich möchte diese Saison zwar ausgiebig nutzen um allerlei interessante und vielleicht auch ungewöhnliche Rezepte mit Erdbeeren auszuprobieren, ein leckerer Erdbeerkuchen ist aber Pflicht und daher gab's bei uns zum Auftakt eine Erdbeertarte. 
Die Creme, die sich unter den Erbeeren versteckt schmeckt übrigens auch ohne Erdbeeren ganz köstlich, für meinen Mitesser gibt's keinen besseren Vanillepudding ;O)

Zutaten

Sandteig
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Crème Pâtissière und Chantilly Cream
250 ml Milch
1 Vanilleschote
30 g Zucker
20 g Maisstärke 
3 Eigelbe

250 ml Sahne
Mark einer Vanilleschote
25 g Puderzucker

Zubereitung

Sandteig
Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.
Den Teig flach ausrollen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 30 vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf dem Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5-10 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Crème Pâtissière und Chantilly Cream
Die Vanilleschote längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Das Mark zusammen mit der ausgekratzten Schote, der Milch und dem Zucker in einen Topf geben.
Etwas Milch zurückbehalten und damit jeweils die Maisstärke und die Eigelbe in zwei kleinen Schüsselchen glatt rühren.
Die Milch zum Kochen bringen und unter stetigem Rühren die mit kalter Milch verquirlte Maisstärke einrühren, anschließend die Ei-Milch ebenfalls einrühren. 1-2 Minuten köcheln lassen, dabei immer weiter rühren, damit die Crème nicht ansetzt, dann von der Platte ziehen und komplett auskühlen lassen.
Damit sich keine Haut auf der Crème bildet, entweder mit Puderzucker bestäuben oder Klarsichtfolie direkt auf die Crème-Oberfläche legen.

Sobald die Crème abgekühlt ist, die Sahne mit dem Mark einer Vanilleschote und Puderzucker schön cremig schlagen. Die Crème Pâtissière mit dem Mixer kräftig aufschlagen, so dass sie schön cremig wird und die Chantilly Cream behutsam unter die Crème heben. Die Crème auf dem Tarteboden verteilen und kalt stellen.
In der Zwischenzeit die Erdbeeren putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Auf der Crème verteilen, mit etwas Puderzucker bestäuben und mit Minzeblättern dekorieren. 
Nachtrag
Die Tarte ist beim Anschneiden nicht besonders stabil, d.h., je mehr Erdbeeren man hochstapelt, desto schwieriger wird das Portionieren. 
Wer also auf Nummer sicher gehen will, backt besser kleine Tartelettes, so hat jeder eine kleine hübsche Portion.  

Idee: Michel Roux - Pastry 


~ Darf's noch ein bisschen mehr sein? ~

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