Auf ausdrücklichen Wunsch: Brioche

So, jetzt aber ...
Nachdem ich in den letzten Tagen eindringlich ;o) darauf aufmerksam gemacht wurde, dass das Brioche-Rezept, das seit Monaten in der Warteschleife vor sich hin dümpelt, noch aussteht, hab ich mich gestern nochmal rangemacht und diesmal keine Brioche-Brötchen, sondern zwei Brote gebacken. 
Das letzte Mal hab ich das Rezept mehr oder weniger spontan aus diversen anderen Rezepten zusammengeschustert, den Zettel mit dem notierten Rezept aber mal wieder verschusselt und weil es ja schon n büschen her ist, dass ich die letzten Brioches gebacken hab und ich nu auch nicht mehr die Jüngste bin, war ich mir nicht mehr sicher, ob das Rezept auch wirklich so funktioniert, wie ich mir das dachte - also nochmal ran, aber nicht an die Buletten, sondern an die Brioche ...

Jaja ich weiß, selber Schuld, wenn man das Rezept nicht sofort vernünftig aufschreibt, aber manchmal notier ich mir die einzelnen Zutaten direkt in der Küche auf kleinen Kärtchen, die dann meistens einmal in der Wohnung umherwandern. Erst liegen sie auf dem Esstisch, dann wandern sie ins Wohnzimmer und wenn ich nicht direkt dazu komme die Rezepte einzutippen, liegen sie auch schonmal ne Weile auf dem immer größer werdenden Kartenstapel ...  
Und dann sindse plötzlich irgendwann futsch, entweder, weil meine kleinen vierbeinigen, aber mächtig hinterhältigen Mitbewohner sie irgendwo auf den Boden schubsen oder ich sie beim Aufräumen versehentlich in den Rundordner sortiere.

Sicher kennt Ihr die klassischen Brioches, die in diesen kleinen, wunderschönen Förmchen mit dem gewellten Rand gebacken werden. Im Prinzip sind sie aufgebaut wie ein kleiner Schneemann, eine große Kugel zu unterst und darauf wird eine kleine Kugel, die leicht "angespitzt" wird, damit sie besser auf der unteren hält, gesetzt. Diese Formen sind wunderschön, ich hab aber keine. Lohnt sich einfach nicht, da ich sehr selten mal Brioches backe, also kommt bei mir das gute alte Muffinblech zum Einsatz und weil die Brioche dann eh nicht mehr original aussehen, kann man sie auch gleich ganz anders formen, oder?

Natürlich kann man auch Muffinhütchen verwenden oder die Form selbst gut fetten, so dass man auf die Papierform ganz verzichten kann, ich mag aber die etwas rustikale Optik des Backpapiers sehr gerne, daher reiß ich mir das in die passende Größe und backe die Brioches darin. Gestapelt in einem Brotkorb sieht das besonders hübsch aus.

Zum Gehen stelle ich sowohl die Teigschüssel, als auch später die fertig geformten Teiglinge auf dem Backblech oder in der entsprechenden Backform in einen Müllbeutel, den ich dann verknote. So kann keine Feuchtigkeit entweichen, die Teigoberfläche trocknet nicht aus und der Hefeteig kann an einem warmen Plätzchen in aller Ruhe vor sich hingehen.
Wenn ich dran denke, bereite ich Hefeteige auch sehr gern am Abend vorher zu, lasse sie eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen und stelle sie dann bis zum nächsten Tag abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen nehme ich die Schüsseln heraus, lasse den Teig wieder ca. 1 Stunde Zimmertemperatur annehmen und forme dann die Teiglinge. 
Im Fall der Brioches lässt sich der Teig im kalten Zustand sogar besser formen, da er recht weich und fettig ist. Daher verzichte ich in diesem Fall darauf, den Teig Zimmertemperatur annehmen zu lassen, sondern forme die Teiglinge quasi direkt aus dem Kühlschrank und lasse sie danach erst gehen. 

Zutaten
500 g Mehl
1 Tütchen Trockenhefe
40 g Zucker
5 Eier
50 ml Milch, zimmertemperiert
13 g Salz
230 g Butter, weich

1 Eigelb und ein Schluck Milch verkleppert zum Glasieren

Zubereitung
Die Trockenhefe zusammen mit der Milch und einem TL Zucker in ein Gefäß geben, verrühren und einige Minuten stehen lassen, so dass sich die Hefe komplett auflöst.
Das Mehl, restlichen Zucker und Salz vermischen. Die Hefemilch, Butter und die Eier hinzufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zu einem elastischen Teig verkneten. Der Teig ist recht weich, wird jedoch durch das Kneten griffiger, je nach Eiergröße kann aber noch etwas zusätzliches Mehl notwendig sein.
Den Teig in eine Schüssel legen und abgedeckt solange gehen lasssen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Das kann je nach Raumtemperatur 1 Stunde, aber auch weit länger dauern.

Den Teig abschlagen und 10 Minuten ruhen lassen.

Für kleine Briochebrötchen/-muffins
Den Teig in 12 gleichgroße Portionen teilen, diese wiederum dritteln und daraus Kugeln formen.
Auf kleine Vierecke Backpapier oder Muffinhütchen geben und in die Muffinformen legen. Abgedeckt gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Mit Eiermilch bestreichen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis die Brioche goldbraun sind. Auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Für 2 Brote
Teig in 8 gleichgroße Portionen teilen, rund wirken und jeweils 4 Teiglinge hintereinander in eine Kastenform legen.  Mit Eiermilch bestreichen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, dann aus der Form nehmen und weitere 15 Minuten backen, bis die Brioche goldbraun sind. Auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.



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Das habt Ihr nun davon! Ihr habt mich mit einer solchen Menge an spannenden Kochbuchtipps versorgt, dass meine Weihnachts-, Geburtstags, Namenstags-, Nikolaus-, Valentinstags-, Muttertags- und Hochzeitstagsgeschenke für die nächsten 10 Jahre gesichert sind oder ich muss mir doch noch nen Kochbuchsponsor zulegen ;o)
Unter den vielen Kochbuchtipps sind soviele Schätzchen, auf die ich im Leben nicht selbst gekommen wäre, dass ich mir gedacht hab, so eine Ideensammlung können wir ruhig mal wieder machen und warum nicht einfach gleich heute? Man soll sowas schließlich nicht auf die lange Bank schieben, oder?

Wie Ihr vielleicht wisst, bin ich ein erklärter Pasta-Junkie. Ich kann auf ne Menge verzichten, aber nicht auf meine regelmäßige Ration Nudeln und obwohl ich meine Pasta-Kochbücher noch nicht ansatzweise "leergekocht" habe und sich im Netz sicher noch tausende interessanter Rezepte tummeln, fände ich es unheimlich spannend, wenn Ihr mir  und somit natürlich der gesamten Leserschaft Eure Lieblingsrezepte verraten würdet. 
Ich bin von der Vielfalt der Kochbuchtipps wirklich noch sehr beeindruckt und kann mir vorstellen, dass eine solche Rezeptsammlung ebenso interessante Resultate bringt.
Als kleine Gegenleistung hab ich Euch meine "Top 10" der bisher gebloggten Rezepte rausgesucht und hier aufgeführt. Eine Reihenfolge gibt's dabei nicht, die Gerichte haben uns alle super geschmeckt. Obwohl, alles, was mit Käse zu tun hat, ist schon ziemlich weit vorne ;o)
Meine absolute Lieblings-Pastasauce, die eigentlich nicht direkt eine Pastasauce ist, aber halt zu Pasta gegessen wird, gibt es heut zu Mittag. Ich werd sie also demnächst bloggen. An dieser Stelle nur soviel, sie ist nicht vegetarisch, enthält mächtig viel Rotwein und braucht mindestens 3, besser 4 Stunden, bis sie fast, aber noch nicht so ganz fertig ist. Alles weitere dazu demnächst und nein, es ist keine Bolognese :o)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir, bzw. uns allen Euer Lieblings-Pastarezept hier als Kommentar veröffentlichen oder verlinken würdet, auf dass uns die Pastarezepte nie wieder ausgehen! 
Alle Ergebnisse werd ich hier untereinander aufführen, dabei werden nicht nur die Rezepte, die bereits in anderen Blogs erschienen sind verlinkt, sondern auch die hoffentlich reichlich eintrudelnden Rezepte von Lesern, die hier in den Kommentaren aufgeschrieben werden - ich hoffe, dass das eine gaaaaaaaanz lange Liste wird!

Ach so, damit ich mir keinen Wolf schreibe, max 3 Rezepte pro Person wären nett ;o)
Vielen Dank für die vielen Kommentare, Links und Rezepte! Ich hab diesen Beitrag in der Kategorie "Rezeptsammlungen" verlinkt, so dass Ihr auch später jederzeit darauf zurückgreifen könnt. Plural deshalb, weil ich hoffe, dass diese Sammlung nicht die letzte sein wird. 
Selbstverständlich könnt Ihr sehr gern auch weiterhin Rezepte verlinken, ich aktualisiere die Liste dann zeitnah.



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Kalt draußen, nech?
Ich mag das ja, lieber als Sommer - viel lieber sogar. Sonne und 30°C im Schatten sind nicht mein Ding. Am liebsten würd ich dann meine 7 Sachen packen und solange in unseren angenehm temperierten Keller ziehen, bis die ersten Blätter fallen und die Temperaturen wieder auf ein angenehmes Maß zurückgegangen sind. 
Den Winter genieße ich daher zur Zeit noch sehr und freu mich tatsächlich über jede Flocke, die vom Himmel fällt, auch wenn ich jetzt böse Blicke von allen Autofahrern, meinen Mitesser eingeschlossen, ernte ;o)

So und was kommt auf den Tisch, wenn's draußen kalt ist?
Richtig, Suppe! Mein Mitesser ist ein ganz großer Kartoffelsuppen-Fan und weil er eh der Suppenkasper bei uns ist und ich eher nur n kleines Tellerchen Suppe und danach lieber noch ein Käsebrot esse, gibt es öfter mal eine Suppe, die eher ihm als mir schmeckt. 

Diese Kartoffelsuppe ist ganz fix gemacht, zumindest, wenn man die Gemüsebrühe schon vorbereitet hat. Ich kaufe mir dazu oftmals eine größere Menge Gemüse, koche das aus und fülle die Brühe dann in sterilisierte Flaschen, so hab ich immer die richtige Menge für eine Suppe, ein Risotto, etc. vorrätig, denn Gemüsebrühe ist für diese Gerichte mein Standard.
Vielleicht blogge ich demnächst nochmal meine verschiedenen Lieblingsbrühen, dann geh ich darauf noch näher ein.

Die eigentliche Hauptrolle, bzw. den besonderen Pfiff bringen hier die Senf-Croûtons, die ich jetzt auf jeden Fall regelmäßig für solche pürierten Suppen zubereiten werde - die sind wirklich richtig, richtig lecker!

Zutaten  
700 g Topinambur 
Saft einer Zitrone 
300 g mehligkochende Kartoffeln  
Olivenöl und Butter zum Anschwitzen 
1 Zwiebel, gewürfelt  
2 confierte Knoblauchzehen 
1 Scheibe Sellerie, gewürfelt 
ca. 1 Liter Gemüsebrühe (frisch gekocht, kein Brühwürfel!)
Salz und Pfeffer 
2 EL Crème Fraîche

Croûtons 
1/2 Fladenbrot oder die entsprechende Menge Baguette, in Würfel geschnitten  
120 ml Rapsöl
2 EL grober Senf 
2 confierte Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Topinambur schälen, grob in Würfel schneiden und in eine Schüssel mit Wasser und Zitronensaft geben - das verhindert das Anlaufen des Topinambur.
Kartoffel ebenfalls schälen und in grobe Würfel schneiden.
Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel- und Selleriewürfel darin anschwitzen. Den Knoblauch dazu geben, etwas zerdrücken und unterrühren. Topinambur- und Kartoffelwürfel ebenfalls zugeben, alles etwas salzen, umrühren und bei mittlerer Hitze 10 Minuten andünsten.
Mit Gemüsebrühe auffüllen und alles ca. 30 Minuten köcheln lassen bis die Gemüse gar sind. Mit dem Mixstab pürieren. Sahne dazugeben und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Für die Croûtons das Brot in Würfel schneiden und in eine Schüssel oder einen Gefrierbeutel geben. Öl und Senf in einer Schüssel glatt rühren, die Knoblauchzehe dazu geben und mit einer Gabel zerdrücken. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Würzcreme über die Brotwürfel geben und alles gründlich vermischen, so dass die Brotwürfel gleichmäßig überzogen sind.
Nebeneinander auf einem Backblech verteilen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen backen, bis die Croûtons gleichmäßig gebräunt sind, dabei mehrfach wenden.

Suppe wenn notwendig nochmals erwärmen und sofort mit den Croûtons servieren. 


Quelle: dish 31



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Spicy Popcorn

Süß oder Salzig? 
Bei mir hängt das ganz von der Tagesform ab, meistens bin ich aber eher der salzige Typ - ich würde auch jederzeit eine Tafel Schokolade für ne Tüte Chips links liegen lassen. Bei Gummibärchen mach ich ne Ausnahme, die gehen immer. 
Zu einem Kinobesuch gehört für uns auch immer eine große Portion Popcorn. Leider ist das aber in den meisten Fällen so dermaßen salzig, dass man gleich noch nen Liter Apfelschorle mitnehmen kann. Und was ist das Resultat? Nach spätestens der Hälfte des Films muss ich auf die Toilette und schaff es meistens grad noch so bis zum Ende des Films - aber auch nur, weil ich quasi ein Ausbund an Selbstbeherrschung bin... *hüstel ...

Also, was machen wir nu? Logisch, wir machen uns das salzige Popcorn selber - nichts einfacher als das. 
Die Idee kam mir, als ich Nickys neues Kochbuch "durchgearbeitet" hab, das ich Euch übrigens wärmstens empfehlen kann. Mein Exemplar ist mittlerweile mit einer nicht mehr zählbaren Anzahl von Klebezetteln gespickt - ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass ich von diesem Buch völlig hin und weg bin :o) 
Nicky würzt ihr Popcorn mit einer Menge Gewürze, die bei mir mehr oder weniger auf der schwarzen Liste stehen, daher hab ich erstmal sehr einfach angefangen und etwas Paprikapulver und geräuchertes Meersalz verwendet - und das is sooooo lecker...
Beim nächsten Kinobesuch bringen wir uns unser Popcorn selber mit, so! :o)

Zutaten
4 EL Rapsöl
2 TL geräuchertes Meersalz
100 g Popcorn-Mais
1/2 TL
geräuchertes, scharfes Paprikapulver
1/2 TL Paprikapulver, edelsüß

Zubereitung
Öl und Salz in einen großen Topf geben und verrühren. Popcorn-Mais dazugeben und alles durchschwenken. Bei starker Hitze und geschlossenem Deckel zum Poppen bringen. Sobald die ersten Maiskörner aufpoppen, die Platte ausschalten und den Topf ab und zu schütteln.
Wenn die Maiskörner komplett aufgepoppt sind, das Popcorn mit Papriukapulver bestäuben und gut vermischen.
Komplett auskühlen lassen und am Besten gleich knabbern. 




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Kartoffelbrot

Brotbacken ist ne feine Sache und macht viel Spaß - ab und zu mal, aber nicht regelmäßig, das gilt zumindest für mich. 
Vor einigen Jahren hab ich mir mal vorgenommen, unser Brot komplett selbst zu backen, dieses "Projekt" ist dann aber irgendwann im Sande verlaufen. Zum Einen verbrauchen wir einfach viel zuviel Brot, da komm ich mitm Backen schlicht nicht hinterher und zum Anderen habe ich angesichts der benötigten Brotmenge recht schnell das Interesse und die Lust daran verloren - mich hat das oft zitierte Brotbackfieber nie wirklich befallen, ich bin da anscheinend resistent ;o)

Eine ganze Weile haben wir uns dann mehr schlecht als recht mit dem überall erhältlichen Bäckerbrot versorgt, schlecht deshalb, weil es hier in HH vor Bäckereiketten nur so wimmelt, gutes Brot aber wirklich rar gesäht ist. 
Seit Ende letzten Jahres ist das anders, denn da hat SIE eine Filiale ums Eck aufgemacht und unseren Brotnotstand damit beendet - seitdem schweben wir im 7. Brothimmel und ich muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich lieber koche, rumtüftel und ab und zu mal was Süßes backe.  
Mutti führt Brot vom Kieler Holzofenbäcker (der ebenfalls auf dem Isemarkt zu finden ist) und der Hamburger Bäckerei Effenberger. Ebenfalls ganz ausgezeichnet - wir lieben vor allen Dingen die Baguettes und die Schwarzbrotstangen.
Und wo ich grad bei guten Bäckern bin - wenn Ihr zufällig mal in Kiel seid, schaut unbedingt bei der Boulangerie Restez! am Wilhelmplatz vorbei, dort gibt's das beste Baguette und die grandiosesten Croissants überhaupt.   

So, und weil es in diesem Beitrag ja eigentlich um das Kartoffelbrot und nicht um Bäckerwerbung gehen sollte, noch ein paar Worte zum heutigen Rezept...
Das Rezept stammt aus einer Zeitschrift, deren Namen mir grad partout nicht einfällt, sobald ich sie gefunden hab, reich ich die Quelle nach. Bei uns gab es das Brot als Beilage zu einer Suppe, sehr lecker! 
Es ist sehr saftig und recht fluffig, die Kruste ist leider nicht wirklich knusprig gewesen, der intensive Kartoffelgeschmack hat das aber wett gemacht. 
Fazit: Ein einfaches, schnell gebackenes Brot - gibt's mal wieder.

Zutaten
650 g mehlig kochende Kartoffeln (Gewicht bereits geschält)
Salz
1 Tütchen Trockenhefe
150 ml Wasser
1 TL Zucker
550 g Mehl Type 550
11 g Salz
50 ml Rapsöl

Zubereitung
Kartoffeln schälen, grob würfeln und als Salzkartoffeln gar kochen. Abgießen und auf der ausgeschalteten Platte gründlich ausdampfen lassen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und vollständig auskühlen lassen. 

Wer mag, kann die Kartoffeln auch im Backofen in der Schale garen, pellen und dann durch die Presse drücken, der Kartoffelgeschmack wird dadurch noch intensiviert.  Hefe mit dem Wasser und Zucker in ein Gefäß geben und einige Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat.
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gründlich zu einem Teig verkneten. Der Teig soll nicht kleben, evtl. also noch etwas Mehl dazugeben.
Abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Den Teig nochmals durchkneten, halbieren und zu zwei länglichen Laiben formen. Abgedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.
Im auf 240°C vorgeheizten Backofen 10 Minuten anbacken, dann die Temperatur reduzieren und weitere 50 Minuten bei 180°C backen, bis die Brotlaibe auf Klopfen hohl klingen. 



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Double Chocolate Cheesecake Muffins

Ich finde ja, wenn man es schon krachen lässt, dann aber auch richtig, oder was meint Ihr?
Anders gesagt, nach der riesigen Portion Pasta am Mittwoch is eh alles egal und es kommt auf die paar Kalorien auch nicht mehr an, also gibt's heut gleich nochmal Hüftgold pur hinterher, mordsschokoladige Muffins mit nem leckeren Käsekuchenhäubchen oben druff.

Gefunden hab ich dieses Rezept bei nyla und es war Liebe auf den ersten Blick - die sind aber auch zu hübsch, diese kleinen Dinger!  Bis ich sie nachbacken konnte hat's leider ne Weile gedauert, aber es war sicher nicht das letzte Mal. 
Ich mag die Kombination des herb-süßen Schokobodens mit dem frischkäsig-zitronigem Käsehäubchens - richtig lecker!

Wie immer hab ich das Rezept ein wenig abgewandelt, da ich kein Puddingpulver im Haus habe (egal ob Vanille- oder Schokopudding, ohne die ollen Tüten wird der Pudding eh viel leckerer), hab ich die Menge durch Maisstärke ersetzt, in diesem Fall kann man aber natürlich auch Kartoffelstärke verwenden. 
Da ich das Aroma von Zitronenschale lieber mag als das des Zitronensaftes, kommt bei mir Zitronenabrieb an die Frischkäsecreme und noch ein kleines Schlückchen Vanilleextrakt - fertig ist meine Version der Double Chocolate Cheesecake Muffins, also mal wieder genauso nur ganz anders ;o)

Zutaten für 12 Muffins
100 g dunkle Schokolade, 70%
30 g Butter
200 g Mehl
100 g Zucker
Mark einer Vanilleschote
1 TL Backpulver
1/4 TL Natron
2 EL Kakao
2 Eier
200 g Milch
50 g Schokotropfen

Käsecreme
250 g Schicht- oder Frischkäse
1 Ei
30 g Zucker
20 g Maisstärke
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 TL Vanilleextrakt

Zubereitung
Die grob zerhackte Schokolade und die Butter im Wasserbad schmelzen, dabei mehrfach umrühren. Beiseite stellen.
Mehl, Zucker, Kakaopulver, Vanillemark, Backpulver und Natron trocken miteinander vermischen, geschmolzene Schokolade und Schokotropfen unterrühren.
Eier und Milch miteinander vermischen. Alle Zutaten für die Käsecreme miteinander verrühren.
Die trockenen Zutaten zu der Eiermilch geben und nur kurz miteinander verrühren.
Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen und jeweils einen guten EL der Käsecreme darüber geben.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, etwas in der Form auskühlen lassen und anschließend auf einem Kuchenrost komplett abkühlen lassen.





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Pappardelle mit der weltbesten Käsesauce

Heut geht's hier um innere Werte!
Vergesst adrett aufgezwirbelte Pastatürmchen und homöopathisch dosierte Saucen-kleckse neben 3 mit dem Geodreieck ausgerichteten Ravioli, heut stell ich Euch die beste Käsesauce der Welt vor und die kann man nicht hübsch aufm Teller anrichten, geht nicht. 
Da wird ne riesige Portion frischer Pasta gekocht und dann zackich in der Sauce geschwenkt, bevor eine groooße Portion auf dem Teller landet - mit Aufhübschen und nem besonders schicken Foto is da nix, denn bei diesem Pastagericht versagen meine Foodblogger-Instinkte komplett, da will ich nur noch eins - Essen! ;o)
Trotzdem möchte ich Euch dieses, mein absolutes Lieblings-Pastagericht natürlich nicht vorenthalten, also gibt's heut ne große Portion unscheinbarer Pasta mit (auf den ersten Blick) noch unscheinbarer Sauce - Ihr müsst mir einfach glauben, dass die Sauce ein Knaller ist. 

Vielleicht ist es auch ein büschen gemein, Euch die Sauce vorzustellen, denn der Hauptgrund, warum sie so lecker ist, wie sie ist, ist natürlich die Hauptzutat, der Käse und den gibt's nur hier im hohen Norden. 
Wenn Ihr meinen Käsehändler also nicht hier in HH besuchen könnt oder dort bestellen mögt, dann habt Ihr (sofern Ihr wie ich im hohen Norden wohnt), immer noch die Möglichkeit, an der Käsetheke nach Käsesorten vom Hof Backensholz Ausschau zu halten, vielleicht gibt's den ja auch in Eurer Nähe. Und ansonsten gilt wie immer, einfach einen richtig guten, eher milden Blauschimmelkäse besorgen, der Friesisch Blue ist zwar sehr würzig, aber ganz und gar nicht scharf.

Zutaten
1 confierte Knoblauchzehe
1 Schalotte, sehr fein gewürfelt
Olivenöl
200 ml Weißwein (Notiz für mich: Chardonnay Ihringer Winklerberg 2008)
400 ml Crème Fraîche
200 g Friesisch Blue
Salz und Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss

Pappardelle oder andere Pasta nach Wahl

Zubereitung
Schalotte in etwas Olivenöl glasig anschwitzen, Knoblauchzehe dazugeben, zerdrücken und mit Weißwein ablöschen. Weißwein einreduzieren lassen und die Crème Fraîche dazugeben. Einige Minuten einkochen lassen, dann die Temperatur reduzieren und den gewürfelten Käse bei niedriger Temperatur (die Sauce soll nicht mehr kochen) einrühren. Solange rühren, bis der Käse sich volständig aufgelöst hat.
In der Zwischenzeit Pasta al dente kochen und tropfnass zur Sauce geben. Durchschwenken, kurz ziehen lassen und servieren.  



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Kochbuchtipps gesucht!

Wie Ihr vielleicht wisst, stecke ich momentan mitten in der Chemo, gestern war die zweite und damit hab ich schon 1/4 der gesamten Therapie hinter mich gebracht! *jubel
Im Gegensatz zum ersten Zyklus, bei dem ich 3 Tage völlig danieder lag, geht's mir diesmal viel besser, mir war, trotz der vergoldeten Super-Tabletten, die ich diesmal bekommen habe, zwar gestern mächtig übel, aber heut geht's schon vieeeeel besser - ich hab sogar schon was trinken und ein paar Salzstangen knabbern können :o)

So, aber nu zum Thema... 
Diese olle Chemo ist ja nu kein Zuckerschlecken und dauert je Zyklus immer gute 2 1/2 Stunden, d.h. ich fahr alle 3 Wochen in die onkologische Ambulanz und werd dort an die Infusion angeschlossen. Die ersten zwei Male hat es grad immer so gepasst, dass ich 1-2 Tage zuuuufällig ein neues Kochbuch bekommen habe und daher während der Infusion gut zu tun hatte, denn die müssen natürlich gründlich von vorn bis hinten durchgearbeitet werden. Für die nächsten Male hab ich mir nun überlegt, dass das doch eigentlich ein toller Ansporn und Belohnung zu gleich wäre: pro Chemo ein Kochbuch - kann's was Schöneres für eine Hobbyköchin geben?
Ja, und nu kommt Ihr ins Spiel, ich brauche nämlich Kochbuchtipps! Nachdem vorgestern das neue Kochbuch von Nicole Stich eintraf, hab ich eigentlich nicht mehr recht was auf meiner Wunschliste - kommt selten vor, aber momentan ist da, vom Ottolenghi-Kochbuch mal abgesehen, gähnende Leere. Ich würde mich also sehr freuen, wenn Ihr mir ein paar Tipps gebt, gern auch Eure Lieblingskochbücher erwähnt - ich bin da für fast alles offen. Richtig, fast alles... Nicht so mein Ding ist die orientalische und indische Küche, ansonsten freu ich mich über jeden Tipp, auch gern englischsprachige! 
Also, lasst hören, welche Bücher könnt Ihr empfehlen - ich brauch insgesamt in der nächsten Zeit immerhin noch 6 :o)

Nachtrag:
Ich hab mittlerweile bei LibraryThing meine Kochbücher archiviert und dort auch alle für mich interessanten Kochbücher in einer Wunschliste zusammengefasst - vielen Dank für die vielen Tipps, Ihr seid wirklich klasse!



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Granatapfelessig

Wenn ich eine riesige Küche, inkl. Vorratsraum und natürlich auch den ensprechenden Verbrauch hätte, würde ich wahrscheinlich ständig irgendwelche Öle und Essige aromatisieren - die Möglichkeiten sind schier endlos, der Aufwand verschwindend gering und ein kleines Essig & Öl-Set ein perfektes Mitbringsel für andere Hobbyköche.
Leider hab ich weder das Eine, noch das andere. Meine Küche ist, wie Ihr wisst, winzig klein und soviel kann ich gar nicht verbrauchen und verschenken, wie ich gern zubereiten möchte - also wird nur ab und zu mal ein Essig angesetzt...

Soooo lange hab ich diesen Essig ja noch nicht im Sortiment, hab also noch keine großen Erfahrungen damit machen können - zur riesigen Schüssel Feldsalat hat er mir neulich aber schon einmal sehr gut geschmeckt. 
Ich freu mich schon auf die nächste Gelegenheit, den Essig zu verwenden. 

Zutaten
250 g Granatapfelkerne (1 großer Granatapfel)
60 g Zucker
400 ml Weißweinessig

Zubereitung
Die Schale des Granatapfels am Blütenansatz kreizweise einschneiden, mit dem Messer reinstechen und den Granatapfel auseinanderbrechen. Die Granatapfelkerne herauslösen und 250 g abwiegen. Zusammen mit dem Zucker und Essig in einen Topf geben und alles erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat - nicht kochen!

Den Essigansatz in ein verschließbares Glas füllen und für ca. 2 Wochen ziehen lassen. Den Essig anschließend durch ein feines Sieb in sterile Flaschen umfüllen. 

Quelle: Annik Wecker - Geschenke aus meiner Küche



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Pizzawaffeln

Diese Waffeln warten nu schon so lange in der Warteschleife auf ihren großen Auftritt, dass sie jetzt endlich auch mal zu ihrem Recht kommen müssen, sonst ist das Rezept bald schon verjährt und das geht ja mal gar nicht, schließlich ist das Rezept gar nicht mal sooo übel ;o)

Der Waffelteig lässt sich ganz wunderbar nach eigenem Geschmack und Vorräten abwandeln. Wer keine Oliven mag, dafür aber vielleicht eine nicht vegetarische Variante zubereiten möchte, kann beispielsweise kleingeschnittene Salamistückchen unterrühren, ansonsten kann man natürlich jedes nur erdenkliche Kraut verwenden und mal so richtig seiner Fantasie freien Lauf lassen. 
Ich hab sie bisher nur in meinem Belgischen Waffeleisen gebacken, man kann sie aber sicher auch in einem normalen Herzcheneisen machen, dann gibt's halt Pizza-Herzchen. 

Ganz toll schmecken die Waffeln auch mit Balsamicozwiebeln, einem leckeren Tzatziki oder Kräuterquark (Rezept gibt's demnächst). Man kann sie prima einfrieren und bei "Bedarf" ratzfatz im Toaster aufbacken - schmeckt wie frisch gebacken!

Zutaten
1 Tütchen Trockenhefe
350 ml Wasser
1 TL Zucker
50 g Softtomaten
50 g schwarze Oliven
300 g Mehl
1 TL Oregano
Salz und Pfeffer
2 Eier
75 ml Olivenöl

Zubereitung
Die Trockenhefe mit dem Zucker und dem Wasser in ein Gefäß geben und einige Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. In der Zwischenzeit die Tomaten und die Oliven fein hacken.
Das Mehl mit dem Oregano, Salz, Pfeffer, Eiern, Olivenöl und Hefewasser zu einem glatten Teig verrühren. Tomaten und Oliven unterrühren.
Ein Waffeleisen für belgische Waffeln aufheizen und den Teig darin verteilen. Ausbacken, bis die Waffeln knusprig braun sind.
Die Waffeln schmecken pur, aber auch mit Balsamico-Zwiebeln, Kräuterquark oder auch mit Käse überbacken.
Quelle: Kristiane Müller-Urban - Waffeln



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Die KuLa-FAQ

Ich finde, nach gut zwei Jahren KuLa wird es mal Zeit, ein wenig zu mir und meinen Gründen für diesen Blog (laut Duden ist beides richtig: das, auch: der Blog bzw. Weblog) zu schreiben, zum Einen, weil ich immer mal wieder Interview-Anfragen bekomme, zum Anderen, weil ich durch zahlreiche Mails in der Vergangenheit weiß, dass einigen KuLa-Lesern die ein oder andere Frage unter den Nägeln brennt. 
In den letzten Tagen hab ich hier in der Klönstuv, sowie über Facebook Fragen gesammelt, dazu kommen noch ein paar Fragen, die mir immer mal wieder in den Mails gestellt wurden, einige hab ich auch weg gelassen, weil sie mir zu persönlich sind - dazu gibt's dann also keinen Kommentar ;o)

Wie bist Du zum Bloggen gekommen, was waren Deine Gründe, einen eigenen Foodblog ins Leben zu rufen?
Als ich vor guten zwei Jahren den KuLa eröffnet habe, geschah das sehr unbedarft und quasi ins Blaue hinein, ich hab vorher weder regelmäßig Blogs gelesen, noch wusste ich überhaupt von der Existenz der sog. Foodblogs. Mir waren zwar Petras Chili & Ciabatta und Ulrikes Küchenlatein ein Begriff und in Sachen Brotbacken auch eine regelmäßige Anlaufstelle, dass die beiden aber schon damals nur die Spitze des Eisberges waren und tatsächlich eine ganze Reihe toller Foodblogs existierten, davon hatte ich keine Ahnung.

Der Grund für einen eigenen Blog ist ganz schnell erklärt. War ich bis dato recht aktiv im deutschen Kochforum mit der grünen Mütze, gefiel es mir dort mit der Zeit immer weniger. 
Sowohl die Forenregeln, als auch das dortige Klima war auf Dauer nicht meins, ich wollte mein eigenes Ding machen, sowohl was die Formulierung und Gestaltung von Rezepten betraf, als auch Design und Fotos. Ein weiterer Grund war, dass ich keine Lust mehr hatte, mit meinen Inhalten ein kommerzielles Forum zu unterstützen, dessen Niveau immer weiter sank und mit dem andere fleissig Geld verdienen.
Also blieb nur eins, der Weg in die Selbständigkeit :o)

Hat sich Dein Leben verändert, seit Du mit dem Bloggen begonnen hast? 
Absolut! Kochen hat zwar auch schon eine große Rolle gespielt, bevor ich den KuLa eröffnet habe, hat aber in den letzten zwei Jahren enorm an Bedeutung für mich gewonnen. Es vergeht kaum kein Tag, an dem ich nicht ein Kochbuch oder eine -zeitschrift in der Hand habe oder im Internet auf der Suche nach interessanten Rezepten und Ideen bin.

Haben sich Deine Essgewohnheiten verändert?
Sowohl die Ess-, als auch die Koch- und Einkaufsgewohnheiten. Abwechslungsreich war meine Küche eigentlich schon seit ich das Kochen als Hobby für mich entdeckt habe, durch den KuLa, bzw. die unglaubliche Fülle an Rezepten, die mir tagtäglich in anderen Blogs, Zeitschriften und Büchern begegnet, komm ich aber kaum noch hinterher - es gibt einfach viel zuviele Rezepte, die noch darauf warten, endlich ausprobiert zu werden und es werden ständig mehr!
Die Konsequenz ist, dass wir nur sehr selten mal etwas mehrfach, sprich, öfter als einmal essen. 
Was mein, bzw. unser Einkaufsverhalten betrifft, so hat uns die Beschäftigung mit dem Thema Kochen natürlich mehr und mehr sensibilisiert, das bleibt sicher gar nicht aus. Wir haben für uns entschieden, dass wir tierische Produkte nunmehr vollständig aus biologischer Haltung von unserem Demeter-Schlachter kaufen. Milch und Sahne zumeist von einem Hof hier in Hamburg. Obwohl wir ausgesprochene Fischköppe sind, essen wir nur noch sehr selten Fisch und wenn, dann orientieren wir uns an den unter "Nachgeschlagen" aufgeführten Listen von Greenpeace und dem WWF. 
Obst und Gemüse kaufen wir weitgehend, aber nicht ausschließlich Bio, versuchen aber, so regional und saisonal wie möglich einzukaufen. 
Seit Neuestem haben wir nun auch eine tolle Quelle für biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee, aber darüber hab ich Euch letzt Woche ja erst berichtet ;o)
Für meinen Mitesser und mich sind diese Themen sehr wichtig, daher hab ich mich auch vor einiger Zeit entschlossen, ab und zu drüber zu schreiben.  
Auch wenn ich wohl nicht noch einmal zum Vegetarier werde (ich hab mich früher mal einige Jahre vegetarisch ernährt), ist es mir besonders wichtig und zugleich sehr reizvoll, zu zeigen, dass nicht jeden Tal Fleisch oder Fisch auf dem Teller liegen muss, sondern es auch mal ohne geht.

Wie hoch ist der Aufwand, den Du für Deinen Blog betreibst? 
Das Kochen selbst zähle ich jetzt mal nicht als Aufwand - essen müssen wir eh und kochen würde ich auch ohne Blog. Der Aufwand, den ich für den Blog betreibe, setzt sich also aus dem Fotografieren, der Bildbearbeitung und dem Schreiben der Artikel wie folgt zusammen:
  • Der Foto-Aufwand hält sich eigentlich doch sehr in Grenzen. Besonders bei warmen Speisen fotografiere ich max. 3-5 Minuten, bevor ich mich zu meinem bereits versorgten Mitesser an den Tisch begebe, ganz selten dauert es mal länger. Bei kalten Speisen wie Gebäck, Saucen, Süßspeisen usw. lasse ich mir mehr Zeit, fotografiere aber trotzdem nicht viel aufwendiger. Ich mag aufwendige Fotosets in anderen Foodblogs sehr gerne und freu mich auch immer so wunderschöne Bilder zu sehen, selbst hab ich aber keine große Lust darauf, einen so großen Aufwand zu betreiben. Bis vor Kurzem hatte ich wegen der sehr begrenzten Platz- und Lichtverhältnisse in meiner Küche nur ein Hackbrett von Ikea zur Verfügung, auf dem ich meine Gerichte auf der Fensterbank fotografiert habe. Seit nun ca. einer Woche habe ich ein wenig aufgerüstet und einen ganz einfachen Klapptisch selbst gebaut, den ich auf die Fensterbank in der Küche auflegen kann. So hab ich nicht nur Arbeitsfläche, sondern auch eine Menge Platz zum Fotografieren gewonnen. Endlich muss ich nicht mehr aus den unmöglichsten Winkeln, sondern kann auch mal aus der Frontalen fotografieren - ich bin gespannt, was sich da noch für Möglichkeiten ergeben! Das Licht kommt zwar weiterhin von hinten, aber die Verbesserung ist auch so schon sichtbar. 
  • Die Bildbearbeitung ist eine Sache von nur wenigen Minuten. Ich verwalte meine gesamten Fotos auf der Festplatte mit Picasa und sichte dort die neuen Bilder, bearbeite in Frage kommende Bilder mit Photoshop und verkleinere sie dann auf Bloggröße. Danach werden sie in meine Webalben hochgeladen, von wo aus ich sie bei Bedarf in meinen Blog einbinde. Hört sich vielleicht aufwendig an, dauert aber pro Bild nicht mehr als 3-4 Minuten, oftmals sogar weniger.
  • Das Schreiben der Artikel läuft meist so nebenher. Die Rezepte selbst schreibe ich bereits direkt nach dem Kochen auf und speichere sie in meinem Online-Rezeptarchiv, das einige von Euch ja kennen. Viele Rezepte, besonders Pizza, Pasta und Hefeteigrezepte setzen sich zum Teil aus Textbausteinen zusammen, dadurch geht das Formulieren natürlich sehr viel fixer. Sobald ein Rezept "dran ist", schreib ich meist abends die Einleitung, binde die Bilder ein und kopiere das Rezept in den Beitrag. Wie lang das dauert lässt sich ganz schlecht sagen und hängt nicht nur vom Thema und Schreibaufwand, sondern auch von meiner Tagesform ab. Manchmal flutscht es und ich schreib gleich 3 Beiträge direkt hintereinander, manchmal zieht es sich und ich geb den Beitrag noch nicht abends in die Freischaltung, sondern setz mich nochmal kurz morgens ran - dann geht's meist ratzfatz und schon ist der Beitrag online :o)
Ich hab mir vorgenommen, in der nächsten Zeit mehr über das Fotografieren, Bildbearbeitung, -verwaltung, usw. zu schreiben - natürlich alles im Rahmen meiner eigenen Möglichkeiten und Kenntnisse. Erwartet also bitte keine professionellen Tutorials, aber vielleicht ist ja trotzdem der ein oder andere Tipp und Trick für Euch dabei.

Wann kochst Du all das, was Du im KuLa präsentierst?
Unter der Woche koche ich nur selten, meistens gibt's da etwas Schnelles zum Abendbrot - zur Zeit irgendwie ständig Kartoffeln, am liebsten als Püree oder als Petersilien-kartoffeln, ich liebe Kartoffeln und sie bekommen mir momentan besonders gut.
Ab und zu backe ich mal nen Kuchen oder bereite andere Süßspeisen zu, generell entstehen  unter der Woche aber nur wenige Blogbeiträge, da es abends meist schon dunkel ist, bzw. nur noch wenig Licht in meine kleine Dachbutze fällt. Da meine Kamera im Dunkeln unglaublich rauscht, kann ich mir das Fotografieren dann gleich sparen.
Der Großteil meiner Gerichte wird Sonntags zubereitet und fotografiert. Es kommt nicht selten vor, dass ich morgens um 9:00 Uhr in die Küche gehe und erst gegen Abend wieder rauskomme. An "guten Tagen" hab ich dann 4-5 Gerichte gekocht, gebacken oder was auch immer, darunter sind natürlich auch viele Kleinigkeiten wie ein Pesto, Salat oder mal ein Brotaufstrich. 

Wie hast Du Kochen gelernt? 
Das Interesse am Kochen hat meine Mama geweckt. Sie hat mir viele Grundbegriffe beigebracht, wirklich gekocht habe ich aber nicht, bevor ich ausgezogen bin. Erst als ich meinen Mitesser kennengelernt und keine Lust mehr auf die ewig gleichen Gerichte hatte, hab ich mich näher mit dem Thema beschäftigt und bin sehr schnell auf das Internet das Informationsquelle gestoßen. Auf zahlreichen Homepages, Foren und wie ich erst später erfahren habe, Blogs, fand ich plötzlich Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren musste - ich hatte also Blut geleckt. Sehr schnell hat sich dann mein Interesse verselbständigt. 
Ich bin auch sonst sehr praktisch veranlagt, bin zuhause für alle handwerklichen Arbeiten zuständig und bohre, säge und hämmere für mein Leben gern, dass ich von nun an auch in der Küche versuchte, selbst zu machen, was nur irgendwie möglich war, war eigentlich nur eine logische Konsequenz. 
Bis heute finde ich Rezepte wie beispielsweise die hausgemachte Crème Fraîche besonders spannend und freu mich immer wie ein Schneekönig, wenn ich solche Rezepte und Ideen aufschnappe und sie dann auch noch erfolgreich umsetzen kann. Wenn möglich würde ich sehr gern unter die Selbstversorger gehen, das ist in einer kleinen Dachwohnung mitten in Hamburg aber ja leider nicht möglich ...

Hast Du Kochkurse besucht?  
Nein, hab ich nicht und werde ich wahrscheinlich auch in Zukunft nicht. In Sachen Kochen bin ich eindeutig eine Eigenbrötlerin, die am liebsten allein vor sich hin friemelt. 
Ich hab das Kochen in der Gruppe mehrfach im Rahmen der Hamburg kocht!-Kochtreffen ausprobiert, im Endeffekt ist das aber nichts für mich. Ich mag meine kleine Küche, in der ich mich auskenne, wo jeder Handgriff sitzt, ich allein das Tempo bestimmen kann, ich während des Kochens zu den unmöglichsten Liedern lauthals mitträllern und tanzen kann und ich allein dafür verantwortlich bin, was später auf dem Teller ist. Mein Mitesser und unsere Katzen sind immer dabei, besonders meine kleine Rita hilft oft tatkräftig in der Küche mit und verewigt sich so sehr gern mit dem ein oder anderen Katzenhaar auf den Fotos - wo wir wieder beim Thema Bildbearbeitung wären, denn die fiesen winzigen Katzenhaare, die man so mit bloßem Auge gar nicht sieht, auf den Fotos aber geradezu ins Auge springen, lassen sich glücklicherweise in Nullkommanix wegretuschieren.  

Nochmal zum Thema Kochkurse. Ich bin in vielerlei Hinsicht eine Autodidaktin, dabei kommt mir wieder meine praktische Veranlagung, die ich von meiner Mama geerbt habe zu Gute ;o)
Egal ob die Nudelei, Sushibasteleien oder was auch immer. Ich lese mich erstmal  sehr gründlich in ein Thema ein, besorge mir alle notwendigen Gerätschaften und probier dann einfach munter drauf los. Wichtig ist, dass man sich einfach mal ans Werk macht und es versucht, dann klappt's meist auch. Eine gute Vorbereitung ist natürlich das A & O.  

Gibt es etwas, was Du schon immer mal kochen/backen/herstellen wolltest und es Dir bisher noch nicht zutraust/aus anderen Gründen noch nicht gemacht hast?
Eine wirklich schwierige Frage, ich glaub aber nicht. Wenn ich etwas wirklich machen möchte, also ernsthaftes Interesse an einem Thema, einem Gericht oder einer Zubereitungsart habe, dann versuche ich auch, es sobald wie möglich auszuprobieren. Ich bin viel zu neugierig, als dass ich so etwas auf die lange Bank schieben könnte ;o)

Es gibt aber viele Bereiche in der Küche, von denen ich gar keine, bzw. kaum Ahnung habe, dazu gehört beispielsweise die Zubereitung von Fleisch. Wenn wir Fleisch essen, dann meist irgendwo "drin", es kommt aber selten vor, dass das Fleisch für sich als Braten oder Ähnlichem zubereitet wird. Meistens kommt dann ein Huhn in den Bräter oder ich bereite ein Schmorgericht zu. Braten, Steaks oder Ähnliches gehören nicht zu meinen Interessen.   
Ansonsten gibt's natürlich einige Lebensmittel, Zutaten und tierische "Produkte", die ich  nicht verwenden würde - Foie gras, Hummer, Austern und mittlerweile auch Kalb und Lamm, sowie die meisten Fischarten gehören dazu, das hat aber nur etwas mit unseren ganz persönlichen Vorstellungen zu tun.

Was ist bei Dir beim Kochen mal so richtig schön schief gegangen?
Es kommt immer mal wieder vor, dass etwas nicht klappt, nicht schmeckt, ich es im Backofen vergesse, die Temperatur falsch einstelle, usw. usf. Passiert nicht oft, aber ab und zu kommt es schon vor. 
Am frischesten ist sicher der Fehlversuch des Fenchelrisottos von Jamie Oliver. Da hatte ich dermaßen scharfe Chilischoten erwischt, dass wir tatsächlich Feuer gespuckt haben. Ansonsten passiert sowas eigentlich nicht allzu oft, da ich ja nicht übermäßig kompliziert und aufwendig, sondern sehr bodenständig koche. 

Entscheidest Du beim Einkauf spontan was es geben wird oder machst Du Wochenpläne?  Wo kaufst Du die Waren, wie sieht es mit Deinen Vorräten (wegen des beschränkten Platzes) aus?
Ohne Plan geht bei mir gar nichts, außerdem liebe ich Listen! 
Die werden zwar mind. 1365x wieder über den Haufen geworfen, aber ich gehe grundsätzlich nur mit meiner kilometerlangen Einkaufsliste auf Tour.
Meine Google-Startseite ist übersäht mit Notizzetteln auf denen ich Wochenlisten mit geplanten Gerichten sammele, direkt daneben schreibe ich dann die benötigten Produkte auf. Sobald das Gericht tatsächlich gekocht werden soll (das ändert sich wie gesagt ständig), schreib ich mir alles auf den Zettel und dann geht's los.

Natürlich bringe ich auch immer wieder Zutaten mit, die nicht auf der Liste standen, dann muss halt auf die Schnelle ein spannendes Rezept gefunden werden - klappt aber auch meistens, ist nur nicht mein bevorzugter Weg. 
Samstag Morgens geht's dann gemeinsam mit meinem Mitesser auf Einkaufstour auf den Wochenmarkt, zu Edeka, zum Bäcker und was halt sonst noch so ansteht. Die oben im Einkaufsbummel aufgeführten Geschäfte und Wochenmarktstände sind tatsächlich unsere ständigen Anlaufstellen.  

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Rezepte? Was sind Deine Inspirationsquellen? 
Zu allererst sammle ich natürlich Kochbücher, wie sicher die  meisten Hobbyköche. Ich hab zwar noch lange nicht annähernd soviele wie Jutta (dann wäre unsere kleine Dachbutze auch randvoll und wir kämen wahrscheinlich nichtmal mehr zur Tür rein ;o) ), aber es sind schon eine ganze Reihe interessanter dabei, die mir auch in Zukunft noch jede Menge Stoff bieten. 
Zusätzlich hab ich ein Online-Abo der für mich besten Food-Zeitschrift der Welt, der neuseeländischen "Dish" (An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Coco, ohne die ich diese Zeitschrift niemals kennengelernt hätte!) und kauf mir noch ab und zu einige andere deutschsprachige Kochzeitschriften, da kommt es aber ganz auf die jeweilige Ausgabe an. 
Naja, und die 3. Informationsquelle ist zugleich wohl die naheliegendste - Foodblogs, logisch eigentlich ;o) 
Zumeist stöbere ich bei Foodgawker nach entsprechenden Rezepten und gelange dann von dort in die entsprechenden Blogs oder ich bemühe die Suchfunktion hier im KuLa und schau mir die Ergebnisse im Reiter "Verlinkt von hier" an. Was man dort an Rezepten findet, unglaublich!

Isst Dein Mitesser nur mit oder steht er auch das ein oder andere Mal selbst in der Küche? Und wieviel hat er essenstechnisch überhaupt noch zu melden? 
Ja, mein Mitesser steht ab und zu in der Küche, zum Tee kochen (er kocht mir den Tee und ich koche ihm den Kaffee) und zum Abtrocknen - für den Rest bin ich zuständig ;o)
Theoretisch darf er sich jederzeit wünschen, was es zu Essen gibt (und er würde es auch jederzeit bekommen), tatsächlich überlässt er die Auswahl der Gerichte aber nahezu komplett mir. Natürlich gibt es keine Gerichte mit Pilzen, Spargel, Nüssen, Kirschen und Erbsen, denn die isst er nicht, ansonsten ist er aber der wahrscheinlich aufgeschlossenste Mitesser, den sich eine Foodbloggerin, resp. Hobbyköchin überhaupt nur wünschen kann.

Ich stell mir ja vor, dass Du braune etwas mehr als kinnlange Haare ist. Richtig?! N Foto fänd ich toll.
Fast richtig, die Länge kommt hin, bei der Farbe liegst Du n büschen daneben. Von Natur aus hab ich straßenköterblondes Haar, tatsächlich hatte ich aber schon so ziemlich jede mögliche und auch unmögliche Haarfarbe, von grün mit roten Strähnen, über blau, das nach 3 Tagen grau wurde, bis hin zu blauschwarz - jaja, als ich noch jung war, war ich sehr experimentierfreudig ;o)
Aktuell, bzw. die letzten 10 Jahre hatte ich eichhörnchenrote Haare und bedingt durch die Chemo ab nächster Woche erstmal gar keine, denn die kläglichen Reste fallen dann dem Rasierer zum Opfer - dafür aber ne mordsschicke Perücke, die hoffentlich genauso aussieht wie mein Naturhaar (genau weiß ich das erst nächste Woche ;o) ) und mindestens ebenso schöne Tücher und Hauben... 

Zum Foto... 
Wenn man einen Blog betreibt, der ja in der Regel öffentlich ist, sollte man sich sehr gründlich überlegen, was und wieviel man von sich selbst preisgibt. Ich habe im Laufe der Zeit für mich die Entscheidung getroffen, dass ich zwar gern mal etwas aus meinem Leben berichte (aber grundsätzlich nur über mich selbst, niemals über meinen Mitesser oder meine übrige Familie), dafür aber keine näheren Angaben zu meiner Person mache. Ich schreibe immer nur soviel, wie ich den Personen, die mich auch persönlich kennen, preisgeben würde. 
Viele Foodblogger-Kollegen und auch einige Leser kennen mich persönlich oder zumindest meinen Namen, wissen, dass ich in Hamburg Eppendorf wohne und wo ich einkaufen gehe - alles absolut in Ordnung, Hamburg und selbst Eppendorf sind so groß, dass es wahrscheinlich aussagekräftiger wäre, wenn ich irgendeine Kleinstadt in der niedersächsischen Pampa angeben würde. Damit hab ich also absolut kein Problem. Ich möchte aber nicht, dass theoretisch jeder Leser weiß oder zumindest herausfinden kann, in welcher Straße ich wohne oder meine Telefonnummer kennt, denn das bezieht wiederum meinen Mitesser mit ein. 
Der Blog ist die eine Sache und unser gemeinsames Privatleben eine andere, so einfach ist das ;o)

Ich würd gern wissen, ob Du ein waschechtes Nordlicht bist 
Aber sowas von! :o)
Geboren und aufgewachsen in der schönsten Stadt Deutschlands, ach was sag ich, der Welt! Welche das ist? Bremen natürlich! Tsä, also wirklich ... ;o) 
Zum Studium zog es mich dann in die große weite Welt nach Kiel, wo ich es aber nur 6 Jahre ausgehalten habe und seit guten 4 Jahren wohnen wir nun in Hamburg.
Ich bekomm schon Atemnot, wenn ich in Hannover bin, für mich die südlichste Grenze Norddeutschlands ;o)

Backst oder kochst Du lieber? 
Eindeutig, Kochen ist meine große Leidenschaft, Backen eher zweitrangig.
Beim Kochen bleibt mir mehr Freiraum zur Improvisation, ich kann nach Herzenslust spontan Rezepte nach eigenem Geschmack und Inhalt der Vorratsregale abwandeln. Backrezepte sind da viel starrer und bieten nicht soviele Abwandlungsmöglichkeiten. 
Ich hab mal eine ganze Weile unser Brot komplett selbst gebacken, mittlerweile backe ich aber nur noch selten mal ein besonders interessantes Brot. Die immer gleichen, bzw. sehr ähnlichen Abläufe haben mich irgendwann gelangweilt, außerdem gehör ich eher zur Fraktion der Spontan-Bäcker, eine lange Teigführung, etc. ist da schlecht umzusetzen.

Trotzdem backe ich regelmäßig irgendeinen Süßkram, besonders gern Gebäck, das sich auch einfrieren lässt, so kann mein Mitesser immer mal ein Stückchen mit zur Arbeit nehmen. Ich selbst mag Kuchen zwar ganz gerne, brauch aber nach einem Stück meist sofort etwas Herzhaftes, ein Käse- oder Leberwurstbrot ;o)

Welches Essen - egal ob selbst gekocht oder woanders gegessen - ist dir besonders im Gedächtnis geblieben, weil's so umwerfend lecker war?
Die Antwort ist ganz einfach. Das Essen in unserem allerliebsten Lieblingsrestaurant ist so umwerfend lecker, dass wir immer noch Wochen später davon zehren und schwärmen.
Die Maräne ist ein sehr einfaches Restaurant, zumindest was die Einrichtung betrifft - eher ein typischer Dorfgasthof. Das Essen ist dafür aber ein absoluter Hochgenuss, ganz besonders natürlich der Fisch, der jeden Tag fangfrisch aus dem Schaalsee kommt. 
Ein Essen dort beginnt für uns grundsätzlich mit den Hechtklößchen, die sind gesetzt und gehören eindeutig zu dem Besten, was ich jemals gegessen habe. Danach geht's dann weiter mit Fisch, für mich am liebsten mit Barsch oder Edelmaräne, je nach Saison darf es aber auch mal gern etwas anderes sein. 
Serviert wird der Fisch immer mit einer Zitronen-Nuss-Butter und Petersilienkartoffeln, vorweg gibt's noch einen Eisbergsalat mit dem genialsten Rahmdressing der ganzen Welt - zum Niederknien!
Natürlich kann man in der Maräne auch Fleisch essen, die Wildspezialitäten sollen auch sehr gut sein. Wir fahren aber immer zum Fischessen hin, was anderes kommt uns dort nicht auf den Teller ;o)
Jetzt, da ich drüber schreibe, hab ich wieder den Geschmack der Hechtklößchen auf der Zunge... Hach, wenn Ihr wüsstet ...  Naja, im April fahren wir wieder hin, bis dahin muss ich mich wohl oder übel in Geduld üben.

Für den Nachtisch geht's dann in die Kutscherscheune, die nur einen kurzen Fußmarsch entfernt, direkt am Schaalsee liegt. Damit aber noch ein Stück Kuchen reinpasst, machen wir gern nen kleinen Spaziergang, danach geht dann auch schon wieder ein Stückchen Kutschertorte ;o)

Warum bloggst Du, was ist Dein Antrieb?
In erster Linie blogge ich tatsächlich für mich. Gar nicht unbedingt, weil der KuLa mein persönliches Rezeptarchiv oder Kochtagebuch ist, mein Archiv ist nochmal ne andere Baustelle. Vielmehr macht mir der Blog als Gesamtes unheimlich viel Spaß, das fängt bei der Gestaltung des Layouts an und endet beim Verfassen der Beiträge. 
Die Rezepte in meinem Archiv sind natürlich auch einigermaßen ansprechend gestaltet, es bleibt aber beim Rezept an sich. Hier im Blog kann ich mich dagegen noch weiterführend austoben und auch wenn ich keine begnadete Schreiberin bin, so macht mir auch das Formulieren der Begleittexte viel Freude - ein Rezeptarchiv allein ist da einfach nicht genug. 
Sobald ein Beitrag fertig ist und am nächsten Tag online geht, freu ich mich immer wieder bannig. Wie hat es schon Evelyn Hamann gesagt? "Da hat man was eigenes" ;o)
Natürlich freue ich mich über Resonanz, egal ob in Form von Kommentaren oder eMails, sie sind aber nicht der Grund dafür zu Bloggen und ich mache den "Erfolg" meines Blogs auch nicht an der Anzahl der Kommentare fest.

Was bedeutet Dir Dein Blog, wie wichtig ist Dir die Bloggerei?
Mittlerweile sehr wichtig. Der KuLa und damit das Bloggen hat besonders im letzten Jahr enorm an Bedeutung gewonnen, in einer Zeit, da ich krankheitsbedingt erst wochenlang nicht richtig ans Sonnenlicht konnte, und nun durch den Krebs und die Chemo aktuell auch zeitweilig etwas außer Gefecht gesetzt bin. 
Bloggen kann ich fast immer, nur ab und zu brauch ich ne kleine Auszeit, bzw. kann mich nicht aufraffen. Ansonsten ist der KuLa aber eine wunderbare Konstante in meinem zur Zeit etwas aus den Fugen geratenen Leben, die ich nicht mehr missen möchte.
Hinzu kommt, dass ich durch den Blog viele besonders liebe Menschen kennengelernt habe, einige darunter haben mir in der letzten Zeit sehr viel Trost und Kraft gespendet - vielen Dank dafür!

Gibt es Dinge, die Dich am Bloggen stören?
Am Bloggen selbst nicht, denn das steuere ich ja selbst, zur Zeit gibt es aber einige unangenehme Tendenzen, die mir das Bloggen zwar nicht verleiden, die Lust daran aber von Zeit zu Zeit etwas trüben.

Wie ich ja schon einleitend geschrieben habe, hab ich den KuLa damals eröffnet, weil ich mein eigenes Ding machen wollte, d.h., einen Raum haben wollte, in dem ich mich ganz nach Lust und Laune austoben kann. Ich wollte diesen Blog mit all dem Füllen, was mich interessiert und nicht damit, was von mir erwartet wird oder was laut irgendwelcher Forenregeln gestattet ist. 
Im Laufe der Zeit haben sich nicht nur meine Koch-, sondern auch meine Einkaufsgewohnheiten drastisch geändert, nicht zuletzt deshalb, weil ich hier in Eppendorf was Einkaufsquellen angeht wahrscheinlich nicht besser dran sein könnte, aber vor allem, weil für mich zu meinem Hobby Kochen auch gehört, mich über die Zutaten, die ich verwende zu informieren.
Ich hatte und hab absolut nicht vor, meinen Lesern vorzuschreiben, was, wie und wo sie einkaufen sollen, das bleibt letztendlich jedem selbst überlassen. Ich lasse es mir aber auch nicht nehmen, über die Überfischung der Meere, fair gehandelten Kaffee oder meinen Käsehändler zu schreiben, denn das sind Themen, die mich tagtäglich beschäftigen und umtreiben. 
Nein, ich kaufe keine Tütenprodukte, warum auch, wenn ich keine Lust hab zu Kochen, schmier ich mir n Käsebrot oder wir gehen zu unserem Chinesen um die Ecke. 
Ja, ich vermeide den Kauf von Dosen so weit es geht und nochmal ja, tierische Produkte kaufen wir ausschließlich Bio und achten da sehr auf Nachhaltigkeit. Und nu? Ist das jetzt irgendwie dramatisch? Schreib ich in meinen Artikeln dazu, dass nur Menschen, die Bio-Produkte kaufen gute Menschen sind? Nöö. 
Ich schreibe was und warum wir es machen, das hat nix mit Selbstbeweihräucherung zu tun. Wie gesagt, ich schreibe niemandem vor, wie er sich zu verhalten hat, ziehe nicht von Blog zu Blog und verbreite dort meine Ansichten und Vorstellungen, sondern beschränke mich ausschließlich auf meinen eigenen. 
   
Wer damit ein Problem hat, wen meine Beiträge nerven, bzw. wer der Meinung ist, dass ich mich hier feiern und beweihräuchern lasse, dem ist es jeder Zeit frei gestellt, den KuLa zu verlassen und nicht mehr reinzuschauen. Die deutschsprachige Foodbloggerlandschaft ist mittlerweile so groß und facettenreich, dass für jeden Leser und Hobbykoch etwas dabei ist.

Apropos Selbstbeweihräucherung, ich halte mich selbst gar nicht für eine sonderlich grandiose Köchin. Klar, ich kann kochen, aber wie Ihr an den hier vorgestellten Gerichten seht, koche ich durchweg sehr "normal" und bodenständig. Es gibt eine Vielzahl an "Kollegen", die ungleich besser, anspruchsvoller und ambitionierter kochen - ich besetze da wohl eher die Nische der einfachen, eher jungen Küche, die einigermaßen was hermacht, durchweg aber sehr simpel in der Zubereitung ist.

Zum Begriff Foodblogger(in), über den sich immer mal wieder aufgeregt wird - jo, ich bin eine. "Foodblogger" ist aber kein Prädikat oder eine Auszeichnung, sondern lediglich eine Kategorisierung. Der KuLa ist weder ein Kreativblog, noch veröffentliche ich hier politische Beiträge oder präsentiere die neuesten Schminktipps, hier geht's schlicht und einfach ums Essen, bzw. alles, was damit zu tun hat. 
Warum also nicht Koch-Blogger? Hört sich doof an und wäre sachlich falsch, denn dann müsste es Koch- und Backblogger heißen. Foodblogger ist aber mittlerweile ein etablierter Begriff, der sehr viel übergreifender ist, deshalb bin ich eine Foodbloggerin.

So, ich denke, jetzt seid Ihr schlauer und wisst schon eine ganze Menge über mich und den KuLa und ich kann bei Bedarf immer auf diese Liste verweisen :O)



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