Die KuLa-FAQ

Ich finde, nach gut zwei Jahren KuLa wird es mal Zeit, ein wenig zu mir und meinen Gründen für diesen Blog (laut Duden ist beides richtig: das, auch: der Blog bzw. Weblog) zu schreiben, zum Einen, weil ich immer mal wieder Interview-Anfragen bekomme, zum Anderen, weil ich durch zahlreiche Mails in der Vergangenheit weiß, dass einigen KuLa-Lesern die ein oder andere Frage unter den Nägeln brennt. 
In den letzten Tagen hab ich hier in der Klönstuv, sowie über Facebook Fragen gesammelt, dazu kommen noch ein paar Fragen, die mir immer mal wieder in den Mails gestellt wurden, einige hab ich auch weg gelassen, weil sie mir zu persönlich sind - dazu gibt's dann also keinen Kommentar ;o)

Wie bist Du zum Bloggen gekommen, was waren Deine Gründe, einen eigenen Foodblog ins Leben zu rufen?
Als ich vor guten zwei Jahren den KuLa eröffnet habe, geschah das sehr unbedarft und quasi ins Blaue hinein, ich hab vorher weder regelmäßig Blogs gelesen, noch wusste ich überhaupt von der Existenz der sog. Foodblogs. Mir waren zwar Petras Chili & Ciabatta und Ulrikes Küchenlatein ein Begriff und in Sachen Brotbacken auch eine regelmäßige Anlaufstelle, dass die beiden aber schon damals nur die Spitze des Eisberges waren und tatsächlich eine ganze Reihe toller Foodblogs existierten, davon hatte ich keine Ahnung.

Der Grund für einen eigenen Blog ist ganz schnell erklärt. War ich bis dato recht aktiv im deutschen Kochforum mit der grünen Mütze, gefiel es mir dort mit der Zeit immer weniger. 
Sowohl die Forenregeln, als auch das dortige Klima war auf Dauer nicht meins, ich wollte mein eigenes Ding machen, sowohl was die Formulierung und Gestaltung von Rezepten betraf, als auch Design und Fotos. Ein weiterer Grund war, dass ich keine Lust mehr hatte, mit meinen Inhalten ein kommerzielles Forum zu unterstützen, dessen Niveau immer weiter sank und mit dem andere fleissig Geld verdienen.
Also blieb nur eins, der Weg in die Selbständigkeit :o)

Hat sich Dein Leben verändert, seit Du mit dem Bloggen begonnen hast? 
Absolut! Kochen hat zwar auch schon eine große Rolle gespielt, bevor ich den KuLa eröffnet habe, hat aber in den letzten zwei Jahren enorm an Bedeutung für mich gewonnen. Es vergeht kaum kein Tag, an dem ich nicht ein Kochbuch oder eine -zeitschrift in der Hand habe oder im Internet auf der Suche nach interessanten Rezepten und Ideen bin.

Haben sich Deine Essgewohnheiten verändert?
Sowohl die Ess-, als auch die Koch- und Einkaufsgewohnheiten. Abwechslungsreich war meine Küche eigentlich schon seit ich das Kochen als Hobby für mich entdeckt habe, durch den KuLa, bzw. die unglaubliche Fülle an Rezepten, die mir tagtäglich in anderen Blogs, Zeitschriften und Büchern begegnet, komm ich aber kaum noch hinterher - es gibt einfach viel zuviele Rezepte, die noch darauf warten, endlich ausprobiert zu werden und es werden ständig mehr!
Die Konsequenz ist, dass wir nur sehr selten mal etwas mehrfach, sprich, öfter als einmal essen. 
Was mein, bzw. unser Einkaufsverhalten betrifft, so hat uns die Beschäftigung mit dem Thema Kochen natürlich mehr und mehr sensibilisiert, das bleibt sicher gar nicht aus. Wir haben für uns entschieden, dass wir tierische Produkte nunmehr vollständig aus biologischer Haltung von unserem Demeter-Schlachter kaufen. Milch und Sahne zumeist von einem Hof hier in Hamburg. Obwohl wir ausgesprochene Fischköppe sind, essen wir nur noch sehr selten Fisch und wenn, dann orientieren wir uns an den unter "Nachgeschlagen" aufgeführten Listen von Greenpeace und dem WWF. 
Obst und Gemüse kaufen wir weitgehend, aber nicht ausschließlich Bio, versuchen aber, so regional und saisonal wie möglich einzukaufen. 
Seit Neuestem haben wir nun auch eine tolle Quelle für biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee, aber darüber hab ich Euch letzt Woche ja erst berichtet ;o)
Für meinen Mitesser und mich sind diese Themen sehr wichtig, daher hab ich mich auch vor einiger Zeit entschlossen, ab und zu drüber zu schreiben.  
Auch wenn ich wohl nicht noch einmal zum Vegetarier werde (ich hab mich früher mal einige Jahre vegetarisch ernährt), ist es mir besonders wichtig und zugleich sehr reizvoll, zu zeigen, dass nicht jeden Tal Fleisch oder Fisch auf dem Teller liegen muss, sondern es auch mal ohne geht.

Wie hoch ist der Aufwand, den Du für Deinen Blog betreibst? 
Das Kochen selbst zähle ich jetzt mal nicht als Aufwand - essen müssen wir eh und kochen würde ich auch ohne Blog. Der Aufwand, den ich für den Blog betreibe, setzt sich also aus dem Fotografieren, der Bildbearbeitung und dem Schreiben der Artikel wie folgt zusammen:
  • Der Foto-Aufwand hält sich eigentlich doch sehr in Grenzen. Besonders bei warmen Speisen fotografiere ich max. 3-5 Minuten, bevor ich mich zu meinem bereits versorgten Mitesser an den Tisch begebe, ganz selten dauert es mal länger. Bei kalten Speisen wie Gebäck, Saucen, Süßspeisen usw. lasse ich mir mehr Zeit, fotografiere aber trotzdem nicht viel aufwendiger. Ich mag aufwendige Fotosets in anderen Foodblogs sehr gerne und freu mich auch immer so wunderschöne Bilder zu sehen, selbst hab ich aber keine große Lust darauf, einen so großen Aufwand zu betreiben. Bis vor Kurzem hatte ich wegen der sehr begrenzten Platz- und Lichtverhältnisse in meiner Küche nur ein Hackbrett von Ikea zur Verfügung, auf dem ich meine Gerichte auf der Fensterbank fotografiert habe. Seit nun ca. einer Woche habe ich ein wenig aufgerüstet und einen ganz einfachen Klapptisch selbst gebaut, den ich auf die Fensterbank in der Küche auflegen kann. So hab ich nicht nur Arbeitsfläche, sondern auch eine Menge Platz zum Fotografieren gewonnen. Endlich muss ich nicht mehr aus den unmöglichsten Winkeln, sondern kann auch mal aus der Frontalen fotografieren - ich bin gespannt, was sich da noch für Möglichkeiten ergeben! Das Licht kommt zwar weiterhin von hinten, aber die Verbesserung ist auch so schon sichtbar. 
  • Die Bildbearbeitung ist eine Sache von nur wenigen Minuten. Ich verwalte meine gesamten Fotos auf der Festplatte mit Picasa und sichte dort die neuen Bilder, bearbeite in Frage kommende Bilder mit Photoshop und verkleinere sie dann auf Bloggröße. Danach werden sie in meine Webalben hochgeladen, von wo aus ich sie bei Bedarf in meinen Blog einbinde. Hört sich vielleicht aufwendig an, dauert aber pro Bild nicht mehr als 3-4 Minuten, oftmals sogar weniger.
  • Das Schreiben der Artikel läuft meist so nebenher. Die Rezepte selbst schreibe ich bereits direkt nach dem Kochen auf und speichere sie in meinem Online-Rezeptarchiv, das einige von Euch ja kennen. Viele Rezepte, besonders Pizza, Pasta und Hefeteigrezepte setzen sich zum Teil aus Textbausteinen zusammen, dadurch geht das Formulieren natürlich sehr viel fixer. Sobald ein Rezept "dran ist", schreib ich meist abends die Einleitung, binde die Bilder ein und kopiere das Rezept in den Beitrag. Wie lang das dauert lässt sich ganz schlecht sagen und hängt nicht nur vom Thema und Schreibaufwand, sondern auch von meiner Tagesform ab. Manchmal flutscht es und ich schreib gleich 3 Beiträge direkt hintereinander, manchmal zieht es sich und ich geb den Beitrag noch nicht abends in die Freischaltung, sondern setz mich nochmal kurz morgens ran - dann geht's meist ratzfatz und schon ist der Beitrag online :o)
Ich hab mir vorgenommen, in der nächsten Zeit mehr über das Fotografieren, Bildbearbeitung, -verwaltung, usw. zu schreiben - natürlich alles im Rahmen meiner eigenen Möglichkeiten und Kenntnisse. Erwartet also bitte keine professionellen Tutorials, aber vielleicht ist ja trotzdem der ein oder andere Tipp und Trick für Euch dabei.

Wann kochst Du all das, was Du im KuLa präsentierst?
Unter der Woche koche ich nur selten, meistens gibt's da etwas Schnelles zum Abendbrot - zur Zeit irgendwie ständig Kartoffeln, am liebsten als Püree oder als Petersilien-kartoffeln, ich liebe Kartoffeln und sie bekommen mir momentan besonders gut.
Ab und zu backe ich mal nen Kuchen oder bereite andere Süßspeisen zu, generell entstehen  unter der Woche aber nur wenige Blogbeiträge, da es abends meist schon dunkel ist, bzw. nur noch wenig Licht in meine kleine Dachbutze fällt. Da meine Kamera im Dunkeln unglaublich rauscht, kann ich mir das Fotografieren dann gleich sparen.
Der Großteil meiner Gerichte wird Sonntags zubereitet und fotografiert. Es kommt nicht selten vor, dass ich morgens um 9:00 Uhr in die Küche gehe und erst gegen Abend wieder rauskomme. An "guten Tagen" hab ich dann 4-5 Gerichte gekocht, gebacken oder was auch immer, darunter sind natürlich auch viele Kleinigkeiten wie ein Pesto, Salat oder mal ein Brotaufstrich. 

Wie hast Du Kochen gelernt? 
Das Interesse am Kochen hat meine Mama geweckt. Sie hat mir viele Grundbegriffe beigebracht, wirklich gekocht habe ich aber nicht, bevor ich ausgezogen bin. Erst als ich meinen Mitesser kennengelernt und keine Lust mehr auf die ewig gleichen Gerichte hatte, hab ich mich näher mit dem Thema beschäftigt und bin sehr schnell auf das Internet das Informationsquelle gestoßen. Auf zahlreichen Homepages, Foren und wie ich erst später erfahren habe, Blogs, fand ich plötzlich Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren musste - ich hatte also Blut geleckt. Sehr schnell hat sich dann mein Interesse verselbständigt. 
Ich bin auch sonst sehr praktisch veranlagt, bin zuhause für alle handwerklichen Arbeiten zuständig und bohre, säge und hämmere für mein Leben gern, dass ich von nun an auch in der Küche versuchte, selbst zu machen, was nur irgendwie möglich war, war eigentlich nur eine logische Konsequenz. 
Bis heute finde ich Rezepte wie beispielsweise die hausgemachte Crème Fraîche besonders spannend und freu mich immer wie ein Schneekönig, wenn ich solche Rezepte und Ideen aufschnappe und sie dann auch noch erfolgreich umsetzen kann. Wenn möglich würde ich sehr gern unter die Selbstversorger gehen, das ist in einer kleinen Dachwohnung mitten in Hamburg aber ja leider nicht möglich ...

Hast Du Kochkurse besucht?  
Nein, hab ich nicht und werde ich wahrscheinlich auch in Zukunft nicht. In Sachen Kochen bin ich eindeutig eine Eigenbrötlerin, die am liebsten allein vor sich hin friemelt. 
Ich hab das Kochen in der Gruppe mehrfach im Rahmen der Hamburg kocht!-Kochtreffen ausprobiert, im Endeffekt ist das aber nichts für mich. Ich mag meine kleine Küche, in der ich mich auskenne, wo jeder Handgriff sitzt, ich allein das Tempo bestimmen kann, ich während des Kochens zu den unmöglichsten Liedern lauthals mitträllern und tanzen kann und ich allein dafür verantwortlich bin, was später auf dem Teller ist. Mein Mitesser und unsere Katzen sind immer dabei, besonders meine kleine Rita hilft oft tatkräftig in der Küche mit und verewigt sich so sehr gern mit dem ein oder anderen Katzenhaar auf den Fotos - wo wir wieder beim Thema Bildbearbeitung wären, denn die fiesen winzigen Katzenhaare, die man so mit bloßem Auge gar nicht sieht, auf den Fotos aber geradezu ins Auge springen, lassen sich glücklicherweise in Nullkommanix wegretuschieren.  

Nochmal zum Thema Kochkurse. Ich bin in vielerlei Hinsicht eine Autodidaktin, dabei kommt mir wieder meine praktische Veranlagung, die ich von meiner Mama geerbt habe zu Gute ;o)
Egal ob die Nudelei, Sushibasteleien oder was auch immer. Ich lese mich erstmal  sehr gründlich in ein Thema ein, besorge mir alle notwendigen Gerätschaften und probier dann einfach munter drauf los. Wichtig ist, dass man sich einfach mal ans Werk macht und es versucht, dann klappt's meist auch. Eine gute Vorbereitung ist natürlich das A & O.  

Gibt es etwas, was Du schon immer mal kochen/backen/herstellen wolltest und es Dir bisher noch nicht zutraust/aus anderen Gründen noch nicht gemacht hast?
Eine wirklich schwierige Frage, ich glaub aber nicht. Wenn ich etwas wirklich machen möchte, also ernsthaftes Interesse an einem Thema, einem Gericht oder einer Zubereitungsart habe, dann versuche ich auch, es sobald wie möglich auszuprobieren. Ich bin viel zu neugierig, als dass ich so etwas auf die lange Bank schieben könnte ;o)

Es gibt aber viele Bereiche in der Küche, von denen ich gar keine, bzw. kaum Ahnung habe, dazu gehört beispielsweise die Zubereitung von Fleisch. Wenn wir Fleisch essen, dann meist irgendwo "drin", es kommt aber selten vor, dass das Fleisch für sich als Braten oder Ähnlichem zubereitet wird. Meistens kommt dann ein Huhn in den Bräter oder ich bereite ein Schmorgericht zu. Braten, Steaks oder Ähnliches gehören nicht zu meinen Interessen.   
Ansonsten gibt's natürlich einige Lebensmittel, Zutaten und tierische "Produkte", die ich  nicht verwenden würde - Foie gras, Hummer, Austern und mittlerweile auch Kalb und Lamm, sowie die meisten Fischarten gehören dazu, das hat aber nur etwas mit unseren ganz persönlichen Vorstellungen zu tun.

Was ist bei Dir beim Kochen mal so richtig schön schief gegangen?
Es kommt immer mal wieder vor, dass etwas nicht klappt, nicht schmeckt, ich es im Backofen vergesse, die Temperatur falsch einstelle, usw. usf. Passiert nicht oft, aber ab und zu kommt es schon vor. 
Am frischesten ist sicher der Fehlversuch des Fenchelrisottos von Jamie Oliver. Da hatte ich dermaßen scharfe Chilischoten erwischt, dass wir tatsächlich Feuer gespuckt haben. Ansonsten passiert sowas eigentlich nicht allzu oft, da ich ja nicht übermäßig kompliziert und aufwendig, sondern sehr bodenständig koche. 

Entscheidest Du beim Einkauf spontan was es geben wird oder machst Du Wochenpläne?  Wo kaufst Du die Waren, wie sieht es mit Deinen Vorräten (wegen des beschränkten Platzes) aus?
Ohne Plan geht bei mir gar nichts, außerdem liebe ich Listen! 
Die werden zwar mind. 1365x wieder über den Haufen geworfen, aber ich gehe grundsätzlich nur mit meiner kilometerlangen Einkaufsliste auf Tour.
Meine Google-Startseite ist übersäht mit Notizzetteln auf denen ich Wochenlisten mit geplanten Gerichten sammele, direkt daneben schreibe ich dann die benötigten Produkte auf. Sobald das Gericht tatsächlich gekocht werden soll (das ändert sich wie gesagt ständig), schreib ich mir alles auf den Zettel und dann geht's los.

Natürlich bringe ich auch immer wieder Zutaten mit, die nicht auf der Liste standen, dann muss halt auf die Schnelle ein spannendes Rezept gefunden werden - klappt aber auch meistens, ist nur nicht mein bevorzugter Weg. 
Samstag Morgens geht's dann gemeinsam mit meinem Mitesser auf Einkaufstour auf den Wochenmarkt, zu Edeka, zum Bäcker und was halt sonst noch so ansteht. Die oben im Einkaufsbummel aufgeführten Geschäfte und Wochenmarktstände sind tatsächlich unsere ständigen Anlaufstellen.  

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Rezepte? Was sind Deine Inspirationsquellen? 
Zu allererst sammle ich natürlich Kochbücher, wie sicher die  meisten Hobbyköche. Ich hab zwar noch lange nicht annähernd soviele wie Jutta (dann wäre unsere kleine Dachbutze auch randvoll und wir kämen wahrscheinlich nichtmal mehr zur Tür rein ;o) ), aber es sind schon eine ganze Reihe interessanter dabei, die mir auch in Zukunft noch jede Menge Stoff bieten. 
Zusätzlich hab ich ein Online-Abo der für mich besten Food-Zeitschrift der Welt, der neuseeländischen "Dish" (An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Coco, ohne die ich diese Zeitschrift niemals kennengelernt hätte!) und kauf mir noch ab und zu einige andere deutschsprachige Kochzeitschriften, da kommt es aber ganz auf die jeweilige Ausgabe an. 
Naja, und die 3. Informationsquelle ist zugleich wohl die naheliegendste - Foodblogs, logisch eigentlich ;o) 
Zumeist stöbere ich bei Foodgawker nach entsprechenden Rezepten und gelange dann von dort in die entsprechenden Blogs oder ich bemühe die Suchfunktion hier im KuLa und schau mir die Ergebnisse im Reiter "Verlinkt von hier" an. Was man dort an Rezepten findet, unglaublich!

Isst Dein Mitesser nur mit oder steht er auch das ein oder andere Mal selbst in der Küche? Und wieviel hat er essenstechnisch überhaupt noch zu melden? 
Ja, mein Mitesser steht ab und zu in der Küche, zum Tee kochen (er kocht mir den Tee und ich koche ihm den Kaffee) und zum Abtrocknen - für den Rest bin ich zuständig ;o)
Theoretisch darf er sich jederzeit wünschen, was es zu Essen gibt (und er würde es auch jederzeit bekommen), tatsächlich überlässt er die Auswahl der Gerichte aber nahezu komplett mir. Natürlich gibt es keine Gerichte mit Pilzen, Spargel, Nüssen, Kirschen und Erbsen, denn die isst er nicht, ansonsten ist er aber der wahrscheinlich aufgeschlossenste Mitesser, den sich eine Foodbloggerin, resp. Hobbyköchin überhaupt nur wünschen kann.

Ich stell mir ja vor, dass Du braune etwas mehr als kinnlange Haare ist. Richtig?! N Foto fänd ich toll.
Fast richtig, die Länge kommt hin, bei der Farbe liegst Du n büschen daneben. Von Natur aus hab ich straßenköterblondes Haar, tatsächlich hatte ich aber schon so ziemlich jede mögliche und auch unmögliche Haarfarbe, von grün mit roten Strähnen, über blau, das nach 3 Tagen grau wurde, bis hin zu blauschwarz - jaja, als ich noch jung war, war ich sehr experimentierfreudig ;o)
Aktuell, bzw. die letzten 10 Jahre hatte ich eichhörnchenrote Haare und bedingt durch die Chemo ab nächster Woche erstmal gar keine, denn die kläglichen Reste fallen dann dem Rasierer zum Opfer - dafür aber ne mordsschicke Perücke, die hoffentlich genauso aussieht wie mein Naturhaar (genau weiß ich das erst nächste Woche ;o) ) und mindestens ebenso schöne Tücher und Hauben... 

Zum Foto... 
Wenn man einen Blog betreibt, der ja in der Regel öffentlich ist, sollte man sich sehr gründlich überlegen, was und wieviel man von sich selbst preisgibt. Ich habe im Laufe der Zeit für mich die Entscheidung getroffen, dass ich zwar gern mal etwas aus meinem Leben berichte (aber grundsätzlich nur über mich selbst, niemals über meinen Mitesser oder meine übrige Familie), dafür aber keine näheren Angaben zu meiner Person mache. Ich schreibe immer nur soviel, wie ich den Personen, die mich auch persönlich kennen, preisgeben würde. 
Viele Foodblogger-Kollegen und auch einige Leser kennen mich persönlich oder zumindest meinen Namen, wissen, dass ich in Hamburg Eppendorf wohne und wo ich einkaufen gehe - alles absolut in Ordnung, Hamburg und selbst Eppendorf sind so groß, dass es wahrscheinlich aussagekräftiger wäre, wenn ich irgendeine Kleinstadt in der niedersächsischen Pampa angeben würde. Damit hab ich also absolut kein Problem. Ich möchte aber nicht, dass theoretisch jeder Leser weiß oder zumindest herausfinden kann, in welcher Straße ich wohne oder meine Telefonnummer kennt, denn das bezieht wiederum meinen Mitesser mit ein. 
Der Blog ist die eine Sache und unser gemeinsames Privatleben eine andere, so einfach ist das ;o)

Ich würd gern wissen, ob Du ein waschechtes Nordlicht bist 
Aber sowas von! :o)
Geboren und aufgewachsen in der schönsten Stadt Deutschlands, ach was sag ich, der Welt! Welche das ist? Bremen natürlich! Tsä, also wirklich ... ;o) 
Zum Studium zog es mich dann in die große weite Welt nach Kiel, wo ich es aber nur 6 Jahre ausgehalten habe und seit guten 4 Jahren wohnen wir nun in Hamburg.
Ich bekomm schon Atemnot, wenn ich in Hannover bin, für mich die südlichste Grenze Norddeutschlands ;o)

Backst oder kochst Du lieber? 
Eindeutig, Kochen ist meine große Leidenschaft, Backen eher zweitrangig.
Beim Kochen bleibt mir mehr Freiraum zur Improvisation, ich kann nach Herzenslust spontan Rezepte nach eigenem Geschmack und Inhalt der Vorratsregale abwandeln. Backrezepte sind da viel starrer und bieten nicht soviele Abwandlungsmöglichkeiten. 
Ich hab mal eine ganze Weile unser Brot komplett selbst gebacken, mittlerweile backe ich aber nur noch selten mal ein besonders interessantes Brot. Die immer gleichen, bzw. sehr ähnlichen Abläufe haben mich irgendwann gelangweilt, außerdem gehör ich eher zur Fraktion der Spontan-Bäcker, eine lange Teigführung, etc. ist da schlecht umzusetzen.

Trotzdem backe ich regelmäßig irgendeinen Süßkram, besonders gern Gebäck, das sich auch einfrieren lässt, so kann mein Mitesser immer mal ein Stückchen mit zur Arbeit nehmen. Ich selbst mag Kuchen zwar ganz gerne, brauch aber nach einem Stück meist sofort etwas Herzhaftes, ein Käse- oder Leberwurstbrot ;o)

Welches Essen - egal ob selbst gekocht oder woanders gegessen - ist dir besonders im Gedächtnis geblieben, weil's so umwerfend lecker war?
Die Antwort ist ganz einfach. Das Essen in unserem allerliebsten Lieblingsrestaurant ist so umwerfend lecker, dass wir immer noch Wochen später davon zehren und schwärmen.
Die Maräne ist ein sehr einfaches Restaurant, zumindest was die Einrichtung betrifft - eher ein typischer Dorfgasthof. Das Essen ist dafür aber ein absoluter Hochgenuss, ganz besonders natürlich der Fisch, der jeden Tag fangfrisch aus dem Schaalsee kommt. 
Ein Essen dort beginnt für uns grundsätzlich mit den Hechtklößchen, die sind gesetzt und gehören eindeutig zu dem Besten, was ich jemals gegessen habe. Danach geht's dann weiter mit Fisch, für mich am liebsten mit Barsch oder Edelmaräne, je nach Saison darf es aber auch mal gern etwas anderes sein. 
Serviert wird der Fisch immer mit einer Zitronen-Nuss-Butter und Petersilienkartoffeln, vorweg gibt's noch einen Eisbergsalat mit dem genialsten Rahmdressing der ganzen Welt - zum Niederknien!
Natürlich kann man in der Maräne auch Fleisch essen, die Wildspezialitäten sollen auch sehr gut sein. Wir fahren aber immer zum Fischessen hin, was anderes kommt uns dort nicht auf den Teller ;o)
Jetzt, da ich drüber schreibe, hab ich wieder den Geschmack der Hechtklößchen auf der Zunge... Hach, wenn Ihr wüsstet ...  Naja, im April fahren wir wieder hin, bis dahin muss ich mich wohl oder übel in Geduld üben.

Für den Nachtisch geht's dann in die Kutscherscheune, die nur einen kurzen Fußmarsch entfernt, direkt am Schaalsee liegt. Damit aber noch ein Stück Kuchen reinpasst, machen wir gern nen kleinen Spaziergang, danach geht dann auch schon wieder ein Stückchen Kutschertorte ;o)

Warum bloggst Du, was ist Dein Antrieb?
In erster Linie blogge ich tatsächlich für mich. Gar nicht unbedingt, weil der KuLa mein persönliches Rezeptarchiv oder Kochtagebuch ist, mein Archiv ist nochmal ne andere Baustelle. Vielmehr macht mir der Blog als Gesamtes unheimlich viel Spaß, das fängt bei der Gestaltung des Layouts an und endet beim Verfassen der Beiträge. 
Die Rezepte in meinem Archiv sind natürlich auch einigermaßen ansprechend gestaltet, es bleibt aber beim Rezept an sich. Hier im Blog kann ich mich dagegen noch weiterführend austoben und auch wenn ich keine begnadete Schreiberin bin, so macht mir auch das Formulieren der Begleittexte viel Freude - ein Rezeptarchiv allein ist da einfach nicht genug. 
Sobald ein Beitrag fertig ist und am nächsten Tag online geht, freu ich mich immer wieder bannig. Wie hat es schon Evelyn Hamann gesagt? "Da hat man was eigenes" ;o)
Natürlich freue ich mich über Resonanz, egal ob in Form von Kommentaren oder eMails, sie sind aber nicht der Grund dafür zu Bloggen und ich mache den "Erfolg" meines Blogs auch nicht an der Anzahl der Kommentare fest.

Was bedeutet Dir Dein Blog, wie wichtig ist Dir die Bloggerei?
Mittlerweile sehr wichtig. Der KuLa und damit das Bloggen hat besonders im letzten Jahr enorm an Bedeutung gewonnen, in einer Zeit, da ich krankheitsbedingt erst wochenlang nicht richtig ans Sonnenlicht konnte, und nun durch den Krebs und die Chemo aktuell auch zeitweilig etwas außer Gefecht gesetzt bin. 
Bloggen kann ich fast immer, nur ab und zu brauch ich ne kleine Auszeit, bzw. kann mich nicht aufraffen. Ansonsten ist der KuLa aber eine wunderbare Konstante in meinem zur Zeit etwas aus den Fugen geratenen Leben, die ich nicht mehr missen möchte.
Hinzu kommt, dass ich durch den Blog viele besonders liebe Menschen kennengelernt habe, einige darunter haben mir in der letzten Zeit sehr viel Trost und Kraft gespendet - vielen Dank dafür!

Gibt es Dinge, die Dich am Bloggen stören?
Am Bloggen selbst nicht, denn das steuere ich ja selbst, zur Zeit gibt es aber einige unangenehme Tendenzen, die mir das Bloggen zwar nicht verleiden, die Lust daran aber von Zeit zu Zeit etwas trüben.

Wie ich ja schon einleitend geschrieben habe, hab ich den KuLa damals eröffnet, weil ich mein eigenes Ding machen wollte, d.h., einen Raum haben wollte, in dem ich mich ganz nach Lust und Laune austoben kann. Ich wollte diesen Blog mit all dem Füllen, was mich interessiert und nicht damit, was von mir erwartet wird oder was laut irgendwelcher Forenregeln gestattet ist. 
Im Laufe der Zeit haben sich nicht nur meine Koch-, sondern auch meine Einkaufsgewohnheiten drastisch geändert, nicht zuletzt deshalb, weil ich hier in Eppendorf was Einkaufsquellen angeht wahrscheinlich nicht besser dran sein könnte, aber vor allem, weil für mich zu meinem Hobby Kochen auch gehört, mich über die Zutaten, die ich verwende zu informieren.
Ich hatte und hab absolut nicht vor, meinen Lesern vorzuschreiben, was, wie und wo sie einkaufen sollen, das bleibt letztendlich jedem selbst überlassen. Ich lasse es mir aber auch nicht nehmen, über die Überfischung der Meere, fair gehandelten Kaffee oder meinen Käsehändler zu schreiben, denn das sind Themen, die mich tagtäglich beschäftigen und umtreiben. 
Nein, ich kaufe keine Tütenprodukte, warum auch, wenn ich keine Lust hab zu Kochen, schmier ich mir n Käsebrot oder wir gehen zu unserem Chinesen um die Ecke. 
Ja, ich vermeide den Kauf von Dosen so weit es geht und nochmal ja, tierische Produkte kaufen wir ausschließlich Bio und achten da sehr auf Nachhaltigkeit. Und nu? Ist das jetzt irgendwie dramatisch? Schreib ich in meinen Artikeln dazu, dass nur Menschen, die Bio-Produkte kaufen gute Menschen sind? Nöö. 
Ich schreibe was und warum wir es machen, das hat nix mit Selbstbeweihräucherung zu tun. Wie gesagt, ich schreibe niemandem vor, wie er sich zu verhalten hat, ziehe nicht von Blog zu Blog und verbreite dort meine Ansichten und Vorstellungen, sondern beschränke mich ausschließlich auf meinen eigenen. 
   
Wer damit ein Problem hat, wen meine Beiträge nerven, bzw. wer der Meinung ist, dass ich mich hier feiern und beweihräuchern lasse, dem ist es jeder Zeit frei gestellt, den KuLa zu verlassen und nicht mehr reinzuschauen. Die deutschsprachige Foodbloggerlandschaft ist mittlerweile so groß und facettenreich, dass für jeden Leser und Hobbykoch etwas dabei ist.

Apropos Selbstbeweihräucherung, ich halte mich selbst gar nicht für eine sonderlich grandiose Köchin. Klar, ich kann kochen, aber wie Ihr an den hier vorgestellten Gerichten seht, koche ich durchweg sehr "normal" und bodenständig. Es gibt eine Vielzahl an "Kollegen", die ungleich besser, anspruchsvoller und ambitionierter kochen - ich besetze da wohl eher die Nische der einfachen, eher jungen Küche, die einigermaßen was hermacht, durchweg aber sehr simpel in der Zubereitung ist.

Zum Begriff Foodblogger(in), über den sich immer mal wieder aufgeregt wird - jo, ich bin eine. "Foodblogger" ist aber kein Prädikat oder eine Auszeichnung, sondern lediglich eine Kategorisierung. Der KuLa ist weder ein Kreativblog, noch veröffentliche ich hier politische Beiträge oder präsentiere die neuesten Schminktipps, hier geht's schlicht und einfach ums Essen, bzw. alles, was damit zu tun hat. 
Warum also nicht Koch-Blogger? Hört sich doof an und wäre sachlich falsch, denn dann müsste es Koch- und Backblogger heißen. Foodblogger ist aber mittlerweile ein etablierter Begriff, der sehr viel übergreifender ist, deshalb bin ich eine Foodbloggerin.

So, ich denke, jetzt seid Ihr schlauer und wisst schon eine ganze Menge über mich und den KuLa und ich kann bei Bedarf immer auf diese Liste verweisen :O)

Kommentare:

Manu hat gesagt…

Wow ... Danke für dieses ausführliche Posting.

LG und weiterhin Alles Gute für Dich

colores hat gesagt…

Super detailliertes Post! Und übrigens ich liebe Listen.. genauso wie du! LG colores

Melanie hat gesagt…

Super! Bis auf den Mitesser, irgendwie habe ich dabei unangenehme assoziationen und würd ihn Herrn F(oodblogger) oder so nennen :))

Ich habe Deinen Blog erst kürzlich entdeckt und kannte deshalb auch Dein "Creme Fraiche Rezept" noch nicht. Gibt es auch Rezepte wie man andere Milchprodukte selbst herstellt? Meine Schwester in USA vermisst unsere Buttermilch, Quark und Co nämlich total....

Liebe Grüße aus Hessen und ich freu mich auf ganz viele weitere tolle Artikel von Dir

rebhuhn hat gesagt…

liebe steph, ich lese immer nur sehr sporadisch hier, habe aber schon ein paar sachen nachgekocht [unter anderem die fantastische knoblauch-creme :D] - und mag deinen blog, es ist der einzige foodblog ;), den ich regelmäßig lese. danke für den ausführlichen, aber trotzdem kurzweiligen FAQ-post hier :).

und: alles gute für dich, dieses jahr!

Mini-Küche hat gesagt…

Das Brot musste noch nicht sein, der Kakao ist aber kalt geworden :)

Vielen Dank für diese sehr ausführliche, informative und interessante FAQ.
Ich hoffe sehr, dass es den KuLa noch sehr lange geben wird (ich gucke hier sehr viel lieber rein als in das Forum mit der grünen Mütze, wo bei mir der Grundstein zum Kochen gelegt wurde).

Und für die nächste Zeit wünsche ich dir ganz viel Kraft, Energie und Power!

Liebe Grüße,

Lilly

Schnuppschnuess hat gesagt…

Oh yeah - das muss ich gleich nochmal lesen, was für ein erbaulich-informativer Post. Einige Dinge kamen mir irgendwie bekannt vor, ich sach nur: "Liste!". Übrigens habe ich gar nicht soooo viele Kochbücher - finde ich.... *ggg*

Steph hat gesagt…

@ Manu
Sehr gern geschehen, war mir mal ein Bedürfnis :o)

@ Colores
Ich fürchte fast, das is ne sehr weibliche Charaktereigenschaft ;o)

@ Melanie
Watt solln da erst die englischsprachigen Leser sagen, die meine Beiträge immer in der Übersetzung lesen und dann direkt "Blackheads" angezeigt bekommen ;o)
Umbenennen geht aber nicht mehr, der Zug is abgefahren, schließlich heißt er mittlerweile schon über 2 Jahre so ;o)

Außer dem Crème Fraîche-Rezept hab ich noch eins für Ricotta/indischen Panir veröffentlicht - über andere Milchprodukte mach ich mir gerade Gedanken ... :O)

@ rebhuhn
Vielen Dank, das wünsch ich Dir auch!

@ Lilly
Wie gut, dass Du Dir keinen Kaffee gemacht hast ;o)

@ Jutta
Ja ne klar, das sind ja nur so 2-3 Bücher...
Als nächstes willste uns noch weißmachen, dass Du nen knappen Meter groß bist und Dich daher auf den Bücherstapel aufstützen kannst ;o)

Alice im kulinarischen Wunderland hat gesagt…

Gefällt mir sehr gut was ich hier grade gelesen habe :o)

Schönes Wochenende

nata hat gesagt…

Sehr schön! Das ist ja schonmal ein Anfang. Ich hätte dann gerne, dass wir demnächst mal was Ausfühliches über Dich und Dein Blog lesen können.

Kirsten hat gesagt…

Auch wenn ich hier nicht so oft kommentiere, lese ich bei Dir regelmäßig und hab auch schon das ein oder andere nachgekocht :) Deinen Post heute fand ich total spannend. Ich find es immer super-interessant, abseits der Rezepte zu erfahren, wie andere so ans Kochen, Einkaufen etc. rangehen und woher sie ihre Inspirationen nehmen. Liebe Grüße & alles Gute!

Rebeccalecka hat gesagt…

Whow...

Übrigens. der Schaalsee und damit die Maräne gehören auch mindestens einmal im Jahr zu unserem beliebtesten Ausflugsziel in genau derselben Reihenfolge des Essens. Danach einen einstündigen Rundgang um die Halbinsel Groß Zecher und dann ab in die Kutscherscheune, Kutschertorte essen, am liebsten draußen mit Blick auf den See. Ich sag immer, hier würde ich gerne mal heiraten...der Wink mit dem Zaunpfahl wird aber irgendwie nie verstanden ;((
Weiterhin viel Kraft und Durtchhaltevermögen!!!

Steph hat gesagt…

@ Alice
Das freut mich ;o)
Dir auch ein schönes Wochenende!

@ nata
Hast eigentlich Recht, nach diesem kurzen Überblick sollte ich das nächste Mal wirklich n büschen mehr ins Detail gehen - vielleicht sone Art Fortsetzungsroman? ;o)

@ Kirsten
Tät mich bei anderen ja auch sehr interessieren - also ran ans Werk ;o)

@ Rebecca
Gibt's nicht, Ihr fahrt auch regelmäßig zur Maräne? :O)

Am Schaalsee zu heiraten stell ich mir auch mächtig romantisch vor, zumal das Gutshausgelände an der Kutscherscheune nun sehr schön angelegt wurde.

Anne hat gesagt…

Hallo,
ich bin ein (fast) stiller leser Deines wunderbaren Blogs. Ich schaue regelmäßig vorbei und habe mal den ein oder anderen Kommentar dagelassen aber unfreundlich selten!

Ich fand diesen Post sehr interessant, es ist schön etwas über den Schreiber eines Blogs zu erfahren. Dabei ist mir hier aufegaffeln wir haben doch sehr ähnliche Ansichten was die Einstellung zur Herkunft unserer Lebensmittel und den Fleisch/Fisch-Konsum angeht.

Ich muss aber mal wegen des Lammes nachhaken. Warum kein Lamm? Und gilt das auch für Fleisch von älteren Schafen? Hier in Schottland wird noch einmal eingeteilt in hogget (1-2 Jahre alt) und mutton (über 2 Jahre). Würde mich wirklich mal interessieren warum Du Lamm meidest.

Steph hat gesagt…

Moin Anne,

das mit dem Lamm ist eine ganz persönliche, vielleicht auch etwas verquere Ansicht - genauso wie beim Kalb.
Ganz kurz gesagt, mag ich einfach keine so jungen Tiere "aufessen". Geschmacklich mag ich gerade Lamm sogar sehr gerne, ich krieg's aber nicht mehr runter.
Ist vielleicht ne Mischung aus "die sind so niedlich" und "die solln wenigstens erwachsen werden dürfen" - schwer zu erklären ...
Erwachsene Schafe, Rinder und Ziegen würde ich hingegen essen, zumindest vom Prinzip her, denn tatsächlich gegessen habe ich bisher weder Ziege noch Schaf, die Gelegenheit hat sich bisher noch nicht ergeben.

Ich kann mich übrigens an keinen unfreundlichen Kommentar von Dir erinnern :o)

Simone hat gesagt…

Jetzt wissen wir ja bescheid Schätzelein! ;) Danke fürs Fragen beantworten.
Ich finde es übrigens überhaupt nicht verwerflich eine eigene Meinung zu haben. Ganz im Gegenteil! Wenn alle so genau über das was und wie bei Lebensmitteln nachdenken würden wie du, dann würden sich die Lebensmittelkonzerne aber mal gewaltig umgucken müssen! Ich gehe mit einer ähnlichen Meinung an die Sache wie du und habe dabei immer einen Funken Hoffnung, dass es nicht nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein ist.
Ich bin in meinem Bekanntenkreis oftmals missionarisch unterwegs und viele sind davon bestimmt schon genervt, aber ich werde ganz bestimmt nicht damit aufhören. Da bleib ich hartnäckig und deshalb finde ich es super, dass du das auch machst und zu deiner Meinung stehst. Und ich finde auch dass das absolut nix mit Selbstbeweihräucherung zu tun hat. Es hat was damit zu tun, die Pfuscherei in der Nahrungsmittelindustrie aktiv zu bekämpfen.
Schöne Grüße und weiter so
Simone

Steph hat gesagt…

@ Simone
Habsch gern gemacht, Häseken ;o)

Die letzte Frage, bzw. die Antwort darauf war übrigens an eine ganz bestimmte Adresse gerichtet...

Ich hab ja, das muss ich leider zugeben, auch sone missionarische Ader ...
Als ich mich noch vegetarisch ernährt hab, ging das manchmal hart an die Grenze und ich hab mein Umfeld arg strapaziert, daher halte ich mich mit meiner Meinung nun auch sehr zurück, bzw. beschränke meine Meinungsäußerungen ausschließlich auf meinen Blog.

Es freut mich aber sehr, dass das nicht falsch verstanden wird und wie Selbstbeweihräucherung rüber kommt, das liegt mir in der Tat fern.

Sabine hat gesagt…

Hab grad deinen Post kurz überflogen, für´s richtige Lesen hab ich leider erst heut Abend Zeit...

Das mit dem Fotografieren auf´m Ikea-Hackbrett kommt mir verdächtig bekannt vor! :o) Allerdings sehen deine Fotos immernoch um Lichtjahre besser aus als meine. Verrätst du mir, was du für ne Kamera hast? Ich glaub ich muss da endlich mal "updaten"!
Lg, Sabine

rebecca-lecka hat gesagt…

Hab gerade entdeckt, dass ich über den Schaalsee mal geblogt habe, hatte ich ganz vergessen ;))

http://rebecca-lecka.blog.de/2009/04/27/verwoehnen-lassen-mal-ganz-schoen-6017506/

Hesting hat gesagt…

Das hätte ich jetzt nicht gedacht, daß Du auch Deinen Ursprung beim Chefkoch hast (und nicht nur Eline, Astrid und vielleicht noch wer).
Ich habe mich da vor dem Bloggen auch regelmäßig bedient, registriert war ich aber nicht.

Übrigens muß ich noch loswerden, daß ich bei Deinen Fotos und Rezepten jedes Mal den Eindruck habe, daß Du in einem Schlößchen wohnst. :)

Alles Gute weiterhin.

Steph hat gesagt…

@ Sabine
Meine Kamera ist gar nicht soooooo dolle, darauf werd ich demnächst aber noch genauer eingehen.

@ Rebecca
Das is ja n Ding, eine Kutschertorte! :o)
Ich hab neulich mal das Rezept für die Kutschertorte gesucht und tatsächlich auch gefunden, war aber sehr enttäuscht, weil da ziemlich viel Schwienkrams drin war. Also ess ich die lieber vor Ort, da mach ich mir darum nicht soviele Gedanken und drück schon mal ein Auge zu ;o)

@ Hesting
Ich hab meinen Account schon vor glaub ich über 2 Jahren stillgelegt, d.h. so weit es in diesem Verein geht, gelöscht - hab also tatsächlich alle Zelte dort abgebrochen und will mit dem Laden auch nix mehr zu tun haben.
Meinen Ursprung hab ich also eher nicht im CK, ich war da nur mal Mitglied. Meinen Ursprung hab ich bei meiner Mama, die in mir die Lust am Kochen geweckt und mir die grundlegendsten Dinge beigebracht hat.

Wie kommst Du denn auf ein Schlößchen?

claudi hat gesagt…

*gern gelesen*

Schöner Einblick hinter die Kulissen des KuLas.
Ich habe als Teenie auch die Haarfarbe und Frisur fast öfter gewechselt als die Socken. ;-)
VG,
Claudi

Birgit hat gesagt…

Hallo Steph,
ein sehr, sehr symphathisches "Interview". Du hast schon recht. Auch wenn hinter dem Wunsch, etwas mehr über die Person die einen Blog schreibt zu erfahren, echtes Interesse steckt - manchmal ist es wirklich besser nicht zu viel von sich preiszugeben. Liebe Grüsse

Steph hat gesagt…

@ Claudi
An der Frisur konnte man bei mir nicht mehr viel ändern, die waren so kurz, da war kaum noch Spielraum, dafür hab ich es farblich umso mehr krachen lassen ;o)

@ Birgit
Irgendwo muss nach sonem "Seelen-Striptease" ja auch mal Schluss sein ;o)

homemadedeliciousness hat gesagt…

wow, danke für diesen ausführlichen post! ich lese immer gerne was über die person, die hinter einem blog steht.
deine einstellung zu fleisch, fisch, bio und fair gehandelten lebensmitteln finde ich übrigens super, mit selbstbeweihräucherung hat das wikrlich gar nichts zu tun, nur damit, dass man sich gedanken über die konsequenzen seines ess- und einkaufsverhaltens macht.

weiter so und alles gute!
lg, elisabeth

Heike hat gesagt…

Hallo Frau KL!

Ich bin auch so eine, die an deiner Fotoausruestung interessiert waere. Wie und wo du fotografierst, hast du uns ja schon erzaehlt :)

Dein Tageslicht von hinten gibt deinen Fotos immer eine schoene Spannung und mich wuerde interessieren, wie bzw mit was du Schaerfe/Tiefenschaerfe hinbekommst.

LG
Heike

Sophie hat gesagt…

Ich habe schon lange keinen Post mehr mit so großer Aufmerksamkeit gelesen wie diesen hier. In vielem sprichst du mir aus der Seele, liebe Steph, in anderen Dingen sind wir wohl unterschiedlich, aber das macht nichts. Der KuLa ist gerade durch deine Haltung zu Lebensmitteln etwas ganz besonderes und übrigens: Deine Fotos sind immer GENIAL und ich würde niemals einen ganzen Sonntag für meinen Blog opfern, da zieh ich den Hut vor dir ;-) und überhaupt BIST du eine begnadete Schreiberin. Punktum! :-)

Steph hat gesagt…

@ Elisabeth
Vielen Dank, besonders von Dir bedeutet mir das sehr viel :o)

@ Heike
Sobald ich wieder auf dem Damm bin, werd ich mit den Fotobeiträgen anfangen und im ersten wird es dann sicher um meine Kameraausrüstung, sowie mein hochprofessionelles Fotoset gehen ;o)

@ Sophie
Hähä, nicht falsch verstehen, ich würd so manchen Sonntag wahrscheinlich eh in der Küche verbringen, ganz einfach, weil das der einzige Tag ist, wo ich mich mal so richtig austoben kann. Wenn dann noch der ein oder andere Blog-Beitrag dabei abfällt, umso besser.
So ein Küchensonntag ist bei uns ein sehr schönes Ritual, mein Mitesser bezieht mit seinem Lesesessel direkt vor der Küchentür Position und ich werkel dann in meiner kleinen Küche vor mich her - die Ergebnisse bekommt er dann sofort zum Probieren und der Rest ist für die nächsten Tage.

Dani hat gesagt…

wow, sehr sympathischer Eintrag! Kam gestern erst zufällig das 1. Mal auf deine Seite, du kommst gleich in meinen Blogroll. Perfekte Fotos, leckere Rezeptideen und ich finde es klasse, dass du dir auch so viele Gedanken zum Thema Nahrungsmittel und wo sie herkommen machst. Ich habe auch eine Kategorie zu diesem Thema angefangen, auch wenn es ein wirklich sehr, sehr sensibles Thema ist und sich einige Leute tatsächlich gleich angegriffen fühlen, wenn man zu Bioprodukten (wir sind auch wo irgend möglich demeter & Bioland Unterstützer) oder generell zur Herkunft der Lebensmittel klar Stellung bezieht. Was ich wirklich schade finde. Es ist aber auch erschreckend, wie wenig sich manche Mitmenschen Gedanken darüber machen (oder es schlichtweg auch nicht wissen), woher das Essen auf dem Teller eigentlich herkommt. Und dann immer diese "Hauptsache billig" Einstellung, die noch hübsch von den Discountern als groß angelegte Marketingstrategie unterstützt wird... Wenn man hier generell ein wenig mehr Bewusstsein an den Tag legen würde, was man alles so zu sich nimmt und sich darüber klar wird, was man mit seinem Einkaufsverhalten bewirkt, würde das schon viel helfen.

 

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