Hausgemachte Butter

Butter haben sicher schon Einige von Euch selbst gemacht, wenn auch nicht ganz freiwillig ;o) 
Wenn man beim Sahneschlagen nicht aufpasst und den richtigen Zeitpunkt verpasst, passiert ganz schnell das, was man eigentlich tunlichst vermeiden möchte - die Fettkügelchen der Sahne verkleben und es entstehen kleine feste Klümpchen, sowie eine wässrige Flüssigkeit, von fluffig, cremiger Sahne keine Spur mehr. 

Wenn das passiert, hat man Pech gehabt, denn in den meisten Fällen ist die Sahne ja gesüßt, man könnte sie aber noch prima zum Backen verwenden - also nicht  gleich wegschmeißen, sondern weitermachen - buttern!

Dazu müsst Ihr eigentlich nur solange auf mittlerer Stufe weiterschlagen, bis die Masse so aussieht, wie auf der Collage unten. Mittlere Stufe deshalb, weil es sonst kräftig spritzt, sobald die Butter stärker verklumpt. 
Selber Buttern ist sicher für den Alltag nicht wirklich interessant, denn überall gibt es Butter in teilweise sehr guten Qualitäten zu kaufen, trotzdem kann es ab und zu ganz interessant sein, nämlich wenn:
  • die Sahne für den Pflaumenkuchen misslingt und daraus Butter wird
  • der Kühlschrank sonntags partout keine Butter für das morgendliche Frühstück ausspucken will, wohl aber ein Becher Sahne auf seinen Einsatz wartet. 
  • man vielleicht frische Sahne vom Biohof bekommt, die ungleich viel besser schmeckt als diese unsegliche Carageen-Pampe, die heutzutage überall verkauft wird. In dem Fall schmeckt auch die Butter besonders gut.  
Zutat
Sahne

Zubereitung
Sahne in ein hohes Gefäß geben und solange mit dem Mixer schlagen, bis die Fettkügelchen miteinander verkleben und Buttermilch entsteht.
Die Butter in eine Schüssel mit eiskaltem Eiswürfelwasser geben und gründlich ausdrücken, so dass Reste der Buttermilch möglichst vollständig ausgewaschen werden.

250 ml Sahne ergeben ca. 150 g Butter.


Diese Butterbällchen habe ich mit zwei Butterbrettchen, alternativ kann man auch zwei Gnocchibrettchen verwenden, geformt. Die Brettchen habe ich hier schon einmal gezeigt.
Man schneidet die harte Butter in Würfel und rollt sie zwischen den Brettchen hin und her, bis sie schön rund sind. 
Die Brettchen müssen vor dem Einsatz gründlich in eiskaltem Wasser gewässert werden, dann klebt die Butter nicht dran fest und wird auch nicht unnötig weich. 

Kommentare:

Christina hat gesagt…

Mir ist das bisher einmal passiert, dass ich aus Versehen Sahne zu Butter geschlagen habe - für die Geburtstagstorte (50.) meiner Tante. Ohne Ersatz-Sahne im Kühlschrank. Ich glaube so weit ist noch keine Rührschüssel jemals zuvor geflogen... ;-) Aber du hast Recht, man sollte tief durchatmen und sich freuen, dass man dann wenigstens selbst gemachte Butter hat.

anie's delight hat gesagt…

Passiert beim Sahneschlagen ist es mir einmal. Und seitdem weiß ich, dass ich diese Butter viel lieber mag, als die "normale" gesäuerte Butter.

Steph hat gesagt…

@ Christina
Ich glaub, das passiert grundsätzlich in den ungünstigsten Momenten ;O)
Mich hat's mal erwischt, als ich eine riesige Erdbeer-Sahnetorte für Schwiegervaters Geburtstag machen wollte. Im Hochsommer bei brütender Hitze eh nicht ohne, ist mir dann auch noch eine riesige Menge Sahne verklumpt.
Damals ist das auch komplett im Müll gelandet und ich hab gaaaanz langsam nochmal von vorn angefangen ;o)

@ anie
Ich fand diese selbstgemachte Butter auch außergewöhnlich lecker.

Anonym hat gesagt…

Mir ist das beide Male, an denen ich versucht habe laktosefreie H-Sahne zu schlagen, passiert. Da wird scheinbar die Stufe 'fluffig' zwischen 'flüssig' und 'fest' komplett übersprungen... Ist allerdings auch kein besonderes Geschmackserlebnis. ;-)

Lyanca hat gesagt…

Sind das auf dem Bild unten Butterkügelchen? Wie hast du die denn hinbekommen? Sieht ja super aus :-)

LG

chriesi hat gesagt…

Und dann kann man mit dem Buttermilch Creme Fraiche machen. :) Perfekt!

Steph hat gesagt…

@ Anonym
Gut, dass Du das schreibst :o)
Bei mir gab's zwar noch keinen Anlass, lactosefreie Sahne zu verwenden, sollte ich sie aber doch mal verwenden müssen, werd ich besonders behutsam sein ;o)

@ Lyanca
Genau, das sind Butterkügelchen :o)

Für diese Kugeln braucht man entweder zwei Butter- oder Gnocchibrettchen. Man schneidet die harte Butter in Würfel und rollt sie zwischen den Brettchen hin und her, bis sie schön rund sind. Die Brettchen hab ich schonmal fotografiert - Du findest sie hier
Die Brettchen müssen vor dem Einsatz gründlich in eiskaltem Wasser gewässert werden, dann klebt die Butter nicht dran fest und wird auch nicht unnötig weich.

@ chriesi
So einfach ist das leider nicht, denn die Flüssigkeit, die übrig bleibt, ist keine handelsübliche Buttermilch, sondern müsste vorher noch mit Milchsäurebakterien umgewandelt werden ;o)
Die Flüssigkeit schmeckt auch überhaupt nicht wie Buttermilch, sondern eher wie lasche normale Milch.

chriesi hat gesagt…

Ah okay, alles klar! Schade,weil sonst wäre das eine schöne Kreislauf. Trotzdem wird es gmacht! :)

Steph hat gesagt…

Die gleiche Idee hatte ich auch, hatte die Noch-Nicht-Ganz-Buttermilch auch schon im Glas mit der Sahne.
Vorsichtshalber hab ich dann aber doch noch nen Blick bei Wiki reingeworfen und dort stand, dass das noch keine Buttermilch ist - also kam noch schnell richtige Buttermilch ins Glas ;o)

Sabrina hat gesagt…

Die erstaunlicherweise leckerste Butter, die ich mal aus Versehen hergestellt habe, war auf billigster H-Sahne, die ich in Opas Nachlaß gefunden hatte. Alle Welt war begeistert und samtweiche Hände hat das Butterkneten auch gemacht ;)

Andreas hat gesagt…

Wie hast du die Bällchen geformt? Die sehen wunderbar gleichmäßig aus.

Ingo hat gesagt…

Ich habe es nie selber ausprobiert aber klingt plausibel:
Die entstandene Butter nehmen zusammen mit zwei mal (Gewicht!) soviel Milch in den Mixer geben. Schoen durchmixen und anschliessend fuer 24h in den Kuehlschrank tun.
Hilft beim Sonntagskuchen natuerlich auch nimmer ;) .

Lisa hat gesagt…

Diese Butterkügelchen sehen ja traumhaft aus.

Steph hat gesagt…

@ Sabrina
Siehste, so einfach kann das sein :o)

@ Andreas
Ich hab die Erklärung nochmal angefügt.

@ Ingo
Und was ist dann das Resultat?

@ Lisa
Vielen Dank! :o)

tobias kocht! hat gesagt…

Sehen toll aus die Bällchen!

Anonym hat gesagt…

@Steph: Hab grad deinen Kommentar gesehen. Frische lactosefreie Sahne lässt sich problemlos aufschlagen, das war nur bei der H-Sahne so extrem. Aber wenn ich Sabrinas Kommentar lese, liegt das vermutlich an dem H und nicht am lactosefrei. :-)

Julia hat gesagt…

Ich wollte die Tage aus dem Rest meiner Sahne Butter herstellen,musste aber feststellen daß es mit der Sahne von Rama nicht funktioniert. Ich habe ewig mit dem Mixer gerührt bis er heiss lief.Aber die Sahne blieb einfach nur steiff und weiter ist nix passiert :(
Sie ist geflogen......
in den Müll :-)

 

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